Kurzmeldung

17.Juni 2019
Der Velocita Blog ist jetzt 8 Jahre alt und hat etwas Speck angesetzt, den man nicht so leicht „wegoperieren“ kann. Es gibt viele Links auf Elemente des Blogs, diese sollen weiter funktionieren. Daher starten wir mit Beginn 2019


die alten Blogs sind dort über das „Archiv“ zu erreichen. Beiträge von Jänner bis Juni 2019 sind doppelt vorhanden (alter und neuer Blog).



15.Juni „Der Alpenrap“ naht    in einer Woche startet die Tour Transalp 2019
6.Juni Bregenz - Wien    Gerhards Österreich Rundfahrt
2018     2017     2016     2015

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Donnerstag, 6. Juni 2019

Gerhard Hayek: Bregenz - Wien

Im Winter hatte ich vom Bodensee Königsee Radweg gelesen. Nicht nur einem Fluss entlang, sondern über Berg und Tal, das wollte ich unbedingt mal probieren.

Start der Tour : Bregenz
Ziel der Tour : Wien
Streckenlänge : 830 Kilometer
Höhenmeter : 6.780
Straßenbelag : 80 % Asphalt, 20 % Schotter
Datum : Mai/Juni 2019

Tag 1 Bregenz - Hopfen am See  https://www.relive.cc/view/2409042835
Nach tagelangen Unwettern und einer Zwangspause ging es dann endlich in Bregenz los. Der erste Tag war gleich der Härtetest. Ich habe die 1.858 Höhenmeter mit dem schwereren Reiserad und Gepäck echt unterschätzt. Es ging vom Bodensee in Wellen ständig bergan. Das immer besser werdende Wetter und die wunderschöne Gegend entschädigten mich für die letzten beiden verregneten Tage. Die Radwege waren an diesem Tag ordentlich frequentiert und ich erreichte mein Etappenziel Hopfen am See ziemlich müde.



Tag 2 Hopfen am See - Bad Tölz  https://www.relive.cc/view/2411492794
Am zweiten Tage ging es vorbei an Füssen, ich flüchtete vor Touristenhorden und es ging zügig dahin. Nach einiger Zeit wechselte jedoch die Richtung und es ging stundenlang bergauf und bergab. Immer so 20 – 50 Höhenmeter, wie auf einer Hochschaubahn. Der Radweg ist wunderbar in die Landschaft eingebettet, extrem wenig Verkehr und so rollte ich den ganzen Tag entspannt dahin bis ich Bad Tölz erreichte.



Tag 3 Bad Tölz - Traunstein  https://www.relive.cc/view/2414518326
Am nächsten Morgen ging es über ruhige Schotterstraßen und nach einigen Kilometer auf eine aufgeweichte Forststraße in den Wald – da musste ich dann ein paar Minuten die Fuhre schieben, es ging einfach nicht. Das Hinterrad rutschte durch und vorne sank ich auch ein. Am Gipfel wieder auf perfektem Untergrund ging es in wilder Jagd 300 Höhenmeter bergab und an Seen vorbei nach Traunstein.



Tag 4 Traunstein - Bad Ischl  https://www.relive.cc/view/2417923181
Tags darauf verlies ich den Königsee Bodenseeradweg und wechselte über Salzburg nach Thalgau. Vorbei am Mondsee und Wolfgangsee, es war Sonntag bahnte ich mir meinen Weg durch Horden von eBikern – war gar nicht so lustig. Dafür hatte ich dann in Bad Ischl ein perfektes Quartier mit Riesenterasse und am Abend gab es eine ordentliche Brettljause.



Tag 5 Bad Ischl - Steyr  https://www.relive.cc/view/2420146603
Von B.I. ging es um den Traunsee, über mehrere Radwege und Nebenstraßen zum Kremstalradweg ( gefiel mir nicht so gut ) zum eigentlichen Tageshöhepunkt – dem neuen Steyrtalradweg. Dieser zog sich oft 20 – 30 Meter über der Bundestraße perfekt asphaltiert durch die Landschaft und endete bei meinem Tagesziel Steyr.



Tag 6 Steyr - Wien  https://www.relive.cc/view/2423263286
Ja ein vernünftiger Radfahrer hätte für die Schlussetappe nach Wien 2 Tage eingeplant – ich bin nicht so vernünftig – ich wollte noch ein Highlight nachschieben. Über regionale Radwege fuhr ich nach Wallsee und dann über die Autobahn (äh den Donauradweg ) heim.



Es war einfach eine perfekte Woche, ohne jedes negative Erlebnis, wunderschöne Landschaften, nette Leute und eine tolle Gastronomie. Ich werde in den nächsten Wochen die einzelner Tagesetappen mit Bildern und GPX Daten auf der blog/Bikestore Seite hochladen.

Gerhard Hayek, 6.6.2019

Montag, 21. Mai 2018

Samstag, 19. Mai 2018

Donnerstag, 12. April 2018

Radtouren Blog von Gerhard Hayek

Gerhard Hayek unterwegs
in Österrreich (Weinviertel, Salzburg, Kärnten usw...),
Mallorca,  Slowenien, Italien, Tschechien ....

Seine Eindrücke und Empfehlungen kann man jetzt im
Bikestore.cc Radtourenblog nachlesen.
Mit Maps zum Download.

Sehr empfehlenswert !

Sonntag, 13. August 2017

Gerhard Pamperl: Passau - Wien an einem Tag

Eigentlich wollte ich bei Herz Bewegt (eine Veranstaltung, bei der für herzkranke Kinder Spenden gesammelt werden) im Juni mitfahren, die Route wäre auch Passau – Wien gewesen. Da ich leider 4 Monate vorher verletzungsbedingt nicht trainieren konnte, war diese Veranstaltung gestorben.

Den ganzen Juni/Juli hatte ich im Hinterkopf, dass ich es doch probieren möchte, egal ob an einem Tag oder an zwei Tagen - wie mein Trainingszustand es zulassen würde - das lange Wochenende im August war für mich schließlich der richtige Zeitpunkt.

Die ganze letzte Woche immer wieder sämtliche Wettervorhersagen angesehen, die für Freitag Regen vorausgesagt hatten, dafür am Samstag in Passau noch leichten Regen, und dann dürfte bis nach Wien kein Tropfen Regen mehr fallen, das bei 20 – 25 Grad Temperatur, ideale Bedingungen für mich, ich hasse nämlich die Hitze!

Zwei Dinge musste ich noch erledigen, ein Zimmer für die Nächtigung von Freitag auf Samstag und ein Bahnticket mit Fahrradmitnahme. Wobei sich das Bahnticket mit Fahrradmitnahme als gröberes Problem heraus stellte als ich dachte, fast wäre die ganze Unternehmung deswegen gescheitert. Man muss dazu wissen, das ich seit gut einem Jahr nicht mehr mit der Bahn gefahren bin, und keine Ahnung davon hatte wie schwer es ist, im Railjet kurzfristig ein Rad mit zu nehmen. Eine gute Bekannte half mir beim Bestellen und mit Glück hatte ich das Ticket in der Tasche. :-)

Am Freitag um 17:30 Uhr war es soweit, mit dem Zug hinauf nach Passau, die Fahrt im Railjet und im Rex war sehr kuschelig :-) , da der Railjet komplett überbucht war, mussten sehr viele Personen im Stehen die Fahrt genießen, so wie ich. Im Rex war es besser, da hatte ich einen Sitzplatz, nur mein Rad hätte ich fast nicht mitnehmen können :-)

Pünktlich um 19:23 Uhr bin ich in Passau angekommen und ab in die Pension Gabriele, die auf einem Berg liegt, natürlich wie sollte es anders sein, habe ich mich verfahren und dann nicht die gemütliche Auffahrt erwischt sondern die herausfordernde :-). Ein paar tiefe Lungenzüge später, wurde ich sehr nett von der Chefin begrüßt und sie bot mir gleich an, dass ich mein Rennrad auf das Zimmer mitnehmen kann, ich kann die Pension nur empfehlen.

Am Samstag in der Früh war es dann soweit, ich wollte um 5 Uhr los fahren und bin deshalb schon um 4 Uhr aufgestanden. Da es in der Früh kühl war, habe ich gleich aus dem Rucksack die Ärmlinge, Knielinge und die langärmlige Jacke heraus gesucht und angezogen, Trinkblase noch mit Wasser aufgefüllt und die zwei Flaschen am Rad mit Isotonischen Getränken gefüllt, schlussendlich ging es dann um 5:15 Uhr los. Ich konnte mein Glück nicht fassen, die Straßen waren zwar nass, jedoch kein Regen in Passau. Mit Licht ging es dann am Radweg die ersten Kilometer dahin.

Nach ca. 45 km um ca. 7 Uhr war ich dann bei der Quer Fähre Au – Inzell, ich dachte, ich mache bis um 7:30 Uhr Rast, laut Internet ist sie erst ab dieser Uhrzeit in Betrieb. Plötzlich kommt der nette Fährmann und meint er hätte mich gesehen ob ich nicht gleich hinüber möchte, klar doch!! Am anderem Ufer angekommen, wird die Pause fortgesetzt. :-)

Gestärkt für die nächste Etappe bin ich wieder los gefahren, Ziel war es bis nach Linz zu fahren und dort meine nächste Pause einzulegen. Das Wetter passte perfekt, viele Wolken , kein Regen. Linz hatte ich erreicht, irgendwie lief es gerade gut und ich wollte nicht stehen bleiben, deshalb fuhr ich noch bis Mauthausen und machte dort Rast, zufällig entdeckte ich dort auch noch einen Wasserspender und somit wurden alle Flaschen aufgefüllt. Wie ich wieder los radelte, merkte ich, dass ich nicht gleich in Schwung komme, und ich brauchte sicher 2-3 km bis ich wieder meine Reisegeschwindigkeit erreicht hatte.

Nächste Rast gibt es wieder in Ybbs, bzw. beim Kraftwerk Persenbeug. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten auf Tempo zu kommen, ging es bis zum Kraftwerk ganz gut, und ich machte wieder Pause.

Eigentlich wollte ich keine Rast in Melk machen, da ich einen Wasserspender erspähte blieb ich doch stehen und füllte meine Vorräte auf und machte dann auch noch ein Foto. Weiter ging es Richtung Mautern, was sich für mich als das zäheste Stück heraus stellte. Ich kannte es vom Wachauer Radmarathon, hatte es aber nicht mehr so im Kopf. Endlich durch Mautern durchgefahren, die erste Tafel mit Tulln gesehen was für mich ein leicht erhebendes Gefühl war. Leider kam dann gleich die nächste Tafel wo oben Stand noch 35km, nicht so erhebend.

Irgendwo zwischen den zwei Städten habe ich dann noch eine Pause auf einer Bank eingelegt, weil mein Garmin schrie, dass der Akku fast leer war, und ich ihn mit einen Akkupack versorgte. Weiter geht es! In Tulln angekommen, wusste ich, dass ich es schaffen werde, noch kurz stehen bleiben, beim Wasserspender die zwei leeren Flaschen auffüllen.

Beim Kraftwerk Greifenstein vorbei, auf einer Strecke nach Wien, wo ich schon jeden Kieselstein kenne, Heimat halt :-) Was soll ich sagen, von der Rossauerlände den Ring entlang, nach Hause zu mir, nach Vösendorf, habe ich es nur mehr genossen. :-)

Für mich war es eine Herausforderung, nach vier Monaten Pause ohne Training diese Reise zu unternehmen. Ich habe wieder meine Grenzen ein wenig verschoben und bemerkt wozu man fähig ist wenn man es nur möchte.

Jetzt noch die Fakten: 323km, Zeit im Sattel 11 Std. 47 Minuten und ein paar zerquetschte Sekunden, 535 Hm, Geamtzeit 14 Std 12 Minuten eh schon wissen... :-), Schnitt 27,4 Km/h
Der Strava Link

Gerhard Pamperl, 13.8.2017

Mittwoch, 19. Juli 2017

Peter Kmetyko: Rätische Alpentour

Wie in den vergangenen Jahren wählte ich zu Sommerbeginn eine quäldich.de Etappenfahrt um mit gleichgesinnten, quäl bereiten Menschen möglichst viele Alpenpässe zu bezwingen.

Aufgeteilt in 3 Gruppen starteten wir vom schweizerischen Chur aus sofort in den ersten Anstieg, dem Lenzerheidepass (1549m). Ungewöhnlich dichter motorisierter Verkehr nervte uns bis zur Passhöhe. Der Grund: Zahlreiche Zuschauer pilgerten zum MTB-Weltcuprennen, bei dem der Schweizer Meister und Lokalmatador Nino Schurter startete und auch gewann. Okay, das ließ für uns das Verkehrsaufkommen leichter ertragen.

Nach einer rasanten Abfahrt Richtung Tiefencastel, bei der ich mich in einer Kurve versteuerte und mit der Graubündner Botanik Bekanntschaft machte (zum Glück ist nichts passiert), folgte das erste Highlight der Tour, der Albulapass (2315m). Die Westauffahrt von Filisur verbindet das Albulatal mit dem Engadin über 21,8km und 1344hm bergauf und 9 km bergab.

Die Geleise der Rätischen Bahn begleiteten uns aus allen Richtungen wiederkehrend durch Tunnels, über und unter Viadukten in teilweise unberührter Natur. Am Brunnen im malerischen Bergdorf Bergün, bekannt vom Swiss Alpin Laufmarathon, füllten wir unsere Trinkflaschen ein letztes Mal bevor wir die letzten 14km in Angriff nahmen, immer wieder einmal von Teilnehmern des Engadiner Radmarathons überholt.

Die Luft kühlte merkbar ab, im Hintergrund zogen dunkle Wolken heran. Auf der Passhöhe rasch die Windjacke übergestreift und in rasender Fahrt ins Tal. Der Wind im Engadin blies immer kräftiger und plötzlich prasselte ein Gewitterregen auf uns hernieder. Komplett durchnässt und ausgekühlt erreichten wir Pontresina (1813m).

Der zweite Tag hatte es in sich: Zunächst ging´s mit Rückenwind über den Berninapass (2.330m) - von Pontresina aus ein Rollerberg, den wir in der Gruppe gemütlich hochfuhren. Dann folgten 44km Abfahrt im endorphinen Rauschzustand nach Tirano im Valtellina. Dort vergönnten wir uns eine kurze Pause zum Kräfte sammeln bevor jeder für sich seinen ganz persönlichen Kampf mit dem mörderischen Mortirolo (1834m) aufnahm. Mit durchschnittlich 11% Steigung auf 11,4km und 1258hm gilt dieser als der zweit schwierigste Anstieg in den Alpen. Nur der Zoncolan in Friaul überbietet den Morti an Härte. Aber mit 34-32 an den steilsten Stellen ist dieser Pass gut zu schaffen, ohne die letzten Kraftreserven angreifen zu müssen. Die anschließende wellige Abfahrt nach Aprica (1177m) öffnete reizvolle Blicke ins Tal.

Kaiserwetter am nächsten Morgen. Selten, dass solche guten Bedingungen am Gaviapass (2618m) herrschen. Die Südrampe erstreckt sich über 18 km und 1360hm im italienischen Nationalpark Stilfserjoch und verbindet Ponte di Legno im Süden mit Bórmio im Norden. Die relativ milde Temperatur auf der Passhöhe ermöglichte eine längere Pause bevor wir uns mit Respekt in die schwierige Abfahrt stürzten. Teils Längsrisse in der Fahrbahn, Rollsplit und enge Kurvenradien gefolgt von langen Geraden mit hohem Tempo erforderten höchste Konzentration.

Am vierten Tag der Tour erwartete uns von Bórmio (1195m) aus zunächst der Umbrailpass (2503m). Die meisten von uns ließen den aber zunächst links liegen und kämpften sich noch die letzten 3 harten km zum Stilfserjoch (2757m) hoch. Oben angekommen fand sich kaum Platz für uns Radfahrer. So verzichtete ich auf das obligate Passfoto und fuhr zurück zum Umbrailpass. Die Abfahrt nach Santa Maria im Münstertal auf gutem Asphalt beinhaltet einige technische Schwierigkeiten und verlangt kontrolliertes Tempo. Bis zur Verpflegung knapp außerhalb des Ortes lief´s an diesem Tag ganz gut. Erst danach begann die Tour der Leiden am Ofenpass (2149m) - ständige Rhythmuswechsel, Gegenwind und die sengende Sonne im Nacken vermittelten den Eindruck, dass es sich hier um das Tor zur Hölle handeln könnte. Nach einer kurzen Abfahrt noch ein giftiger Gegenanstieg, Ova Spin genannt, an dem die letzten Körner verschossen wurden. In Zernez bildete sich eine Sechsergruppe, die auf den letzten 25 km bis Scuol gemeinsam rollte.

Der fünfte Tag der Alpentour begann zunächst mit einer Fahrt im Pulk über 18km zum schweizerischen Grenzort Martina, anschließend auf österreichischer Seite zur Norbertshöhe (1350m), über Nauders auf den Reschenpass (1507m), vorbei am Reschensee mit dem berühmten versunkenen Turm, und verkehrsbedingt in langsamem Tempo die im Normalfall zügig zu fahrenden Serpentinen runter nach Graun. In Glurns kurz aus dem Begleitbus verpflegt, setzte die Gruppe die Anfahrt nach Prad fort, wo der legendäre Anstieg über die „Königin der Passstraßen“ beginnt. 24,6 km, 1844 hm und 48 Kehren sagt die Statistik zum Stilfserjoch (2.757m). Mein Lieblingsanstieg, der als zweithöchster Pass Europas nach dem Col de l´Iseran (2770m) erfasst ist - die künstlich angelegte Schleife zum Cime de la Bonette (2802m) nicht mit gezählt. Als Übergang zwischen Südtirol und der Lombardei seit der Bronzezeit bekannt, als Passstraße im 19.Jh. gebaut. Eine architektonische Meisterleistung, die regelmäßig renoviert wird und momentan ohne Baustelle hervorragend rollt. Bereits auf den ersten Km zog sich das Feld auseinander.

Manche geben dem Stilfserjoch den Beinamen „Höchstgelegener Rummelplatz Europas“. Bisweilen trifft´s zu, besonders bei Schönwetter am Wochenende.

Wir genossen, manche mehr oder weniger, die imposante Bergkulisse, flüchteten anschließend ins Hotel und warteten bis am Abend, bis die motorisierten Touristen verschwanden. Dann wanderten einige noch auf über 2.800m hinauf zu einer Hütte, stießen mit einem Radler auf die erfolgreich absolvierte Etappe an und ließen die Fotoapparate klicken.

Freitag, 14.7.2017. Die Königsetappe mit 5 Pässen und 144 km steht an. Frühmorgens bei 4° vom Stilfserjoch runter nach Bórmio, über den Passo di Foscagno (2291m) und den Passo d´Eira (2209m) nach Livigno. Auf den Forcola di Livigno (2315m) ließen wir uns von einem dort auf Höhentrainingslager befindlichen Team hinauf ziehen. Allerdings fuhren die im Regenerationsbereich und drehten um als Regen einsetzte. Wir mussten alleine weiter auf den Bernina klettern. Das Streckenprofil verkündete nach der Passhöhe 70 km bergab bzw. flach bis ins Etappenziel im italienischen Chiavenna. Insgesamt lief es in der Gruppe recht gut nachdem wir die Tempoverschärfungen einiger Übermotivierter in den Griff bekamen. Selten war eine Abfahrt so kräfteraubend wie die vom Berninapass nach Pontresina gegen stürmischen Wind. Dafür wurden wir Richtung Malojapass (1815m) mit Rückenwind und bergab mit einer wunderschönen Abfahrt nach Chiavenna (324m) belohnt. Ein Blick auf den Garmin bestätigte das Besondere an dieser vorletzten Etappe: 2200hm bergauf / 4000hm bergab.

Die Nacht in Chiavenna war eine schlaflose. Ein Zimmer mit Fenster zum Kreisverkehr in einem von der Sonne aufgeheizten Raum, gegenüber ein Lokal mit Livemusik im Freien (Hardrock) bis über Mitternacht hinaus. Wahrhaft kein Ambiente für regenerationsbedürftige Radfahrer.

Dementsprechend gerädert stieg ich am Morgen aufs Rad und benötigte fast eine Stunde bis ich meinen Rhythmus fand, zumal die Straße vom Hotel direkt in den Anstieg zum Splügenpass (2113m) mündete.

Die Südrampe verbindet Italien mit der Schweiz und muss sich keineswegs hinter wesentlich bekannteren Pässen wie das Stilfserjoch punkto landschaftlicher Schönheit, anspruchsvoller Streckenführung und Härte verstecken. Einzig die (windige) Flachpassage neben dem Lago di Montespluga vor dem 3km Schlussanstieg (10%+) ermöglicht eine Verschnaufpause.

Das Passschild erreicht man nach 30,4km und 1842hm. Wegen der Kälte riskierte ich nur einen kurzen Fotostopp und fuhr gleich die Kehren runter bis in das Bergdorf Splügen. Mit einem Kaffee für wohlfeile 6 Schweizer Franken stärkte ich mich, bevor sich die letzten 50km in einer Kleingruppe, natürlich wieder bei Gegenwind, zur letzten Herausforderung der Alpentour entpuppten. Wir fühlten uns alle ausgelaugt und müde („aupeckt und g´schossen“ im Radfahrerjargon), jedoch die Einfahrt im Etappen- und Tourziel in Chur ließ die Anstrengungen der vergangenen Woche vergessen.

Fotos
Etappen 

Peter Kmetyko, 19.7.2017

Montag, 26. Juni 2017

Michael Schenk: Flensburg - Garmisch / Tag 9 Lindau - Garmisch

Deutschlandtour geschafft
9.Etappe Lindau - Garmisch

Sonntag stand die letzte Etappe unserer Tour durch Deutschland am Programm. Eine relativ erfreuliche Meldung hatte uns Chef Jan bereits abends überbracht: Der gestürzte Ruppi kam mit einem Schlüsselbeinbruch davon! Die Wetterprognose war nicht besonders rosig, wir suchten uns die beste aus, welche hohe Regenwahrscheinlichkeit für Lindau erst ab 10 Uhr vorhersagte :-) Aber das Wetter ist kein Wunschkonzert und so plätscherte es bereits in den frühen Morgenstunden wie aus Eimern! Wenig motiviert stapfte ich zum Frühstück, während Gruppe 5 bereits um 7.30 Uhr losfuhr, damit alle rechtzeitig die Bahn hoch zur Zugspitze und dortiger Abschlussfeier erreichen. Dieter und Dirk starteten knapp nach 9, Gunnar und ich als letzte mit Gruppe 1 um 9.30 Uhr. Nach wenigen Kilometern überquerten wir die Grenze zu Österreich, abgesichert durch die österreichische Polizei! Gleich wartete der erste schwierige Anstieg nach Scheidegg hoch. Ging etwas zäh, könnte auch am Reggaefestival vom Vorabend gelegen haben :-) Trotz des Regens dann ein Augenschmaus das auf und ab durch das Ostallgäu, umgeben vom saftigen Grün der Kuhweiden. Witzig dann das Zusammentreffen aller (!) Gruppen am letzten Berg vor der Hauptverpflegung - auf den lang geschwungenen Kehren Radfahrer so weit das Auge reicht! Das Gedränge bei der Verpflegung wurde durch eine nette Showeinlage der Crew aufgelockert, welche "Walking on Sunshine" zum Besten gaben. Nett auch, dass der Wettergott einsehen hatte und uns hier eine Regenpause gönnte! Hier hatten wir auch schon die meisten Höhenmeter hinter uns gebracht. Aber halt - irgendwas fehlte doch noch auf unserer Tour - ach ja ein Stau :-) Und in diesen "Genuss" kamen wir dann auf der Fernpassbundesstraße, wo wir im Sonntagsnachmittagsverkehr geradezu für Begeisterungsstürme bei den Autofahrern sorgten. Die letzten leicht fallenden Kilometer nach Grainau bei Garmisch drückten wir in schöner Einerreihe bei Tempo 50 runter, womit wir unser "Reisetempo" des Tages trotz der widrigen Witterungsverhältnisse noch auf 27,5 hochschraubten.

Im wunderschön gelegenen Vier-Sterne Hotel Hammbacherhof wurden wir mit "Original Bavarian Meat Loaf" - auf gut Deutsch Leberkäse empfangen. Um 18 Uhr wartete schon unser Sonderzug der Zugspitzbahn, welcher uns zur Abschlussparty bringen sollte, herrliche Ausblicke auf das Bergpanorama inklusive. Leider gab es am Gipfel Nebel, so dass uns dieser Fernblick verwehrt blieb. Wir wurden aber umgehend durch ein grandioses Buffet entschädigt. Als der DJ dann die Stimmung mit "Live is Life" von Opus - österreichische Musik halt :-) - anheizte gab es kein Halten mehr und es wurde bis nach Mitternacht gefeiert, dass die Fetzen flogen! Die Erleichterung und Zufriedenheit was alle Finisher in den letzten 9 Tagen geschafft hatten, nämlich 1500 Kilometer und 17000 Höhenmeter quer durch Deutschland, war richtig spürbar!

Fazit: Eine von quäldich.de perfekt organisierte Reise in familiärer Atmosphäre, wo jeder sportlich ambitionierte Rennradfahrer in einem der fünf Leistungsgruppen seinen Platz fand, ohne das Unternehmensmotto allzusehr strapazieren zu müssen :-)!

Michael Schenk, 26.6.2017

Samstag, 24. Juni 2017

Michael Schenk: Flensburg - Garmisch / Tag 8 Donaueschingen - Lindau

8.Etappe Donaueschingen - Lindau

Leider wurde die heutige Etappe über 163 Kilometer von Donaueschingen nach Lindau am Bodensee von einem schweren Sturz in meiner Gruppe 1 überschattet. Ruppi, ebenfalls Blogschreiber kam nach 45 Kilometern auf einer Abfahrt zu Sturz. Kurz vor einer langgezogenen Linkskurve war frisch zentimeterdick Rollsplitt fast über die ganze Fahrbahnbreite aufgebracht worden. Ich war am Ende der 16er Gruppe und habe den Sturz selbst nicht gesehen. Rupi wurde mit der Rettung abtransportiert, ich hoffe er ist nicht allzu schwer verletzt. Daher trat alles weitere in den Hintergrund. Wir warnten unsere nachfolgenden Gruppen und warteten noch die Unfallaufnahme durch die Polizei ab. Nach über einer Stunde setzten wir, merklich unter dem Eindruck der Ereignisse stehend, unsere Fahrt fort.

Es war eine sehr aufreibendendes, ständiges auf und ab über 2000 Höhenmeter. Von der letzten Getränkeverpflegung am Gehrenberg, 40 Kilometer vor Lindau, hatten wir einen ersten tollen Blick auf den Bodensee. Nach einer schönen, aber sehr kurvenreichen Fahrt über den Radweg erreichten wir endlich unser Etappenziel.

Michael Schenk, 24.6.2017

Freitag, 23. Juni 2017

Michael Schenk: Flensburg - Garmisch / Tag 7 Rastatt - Donaueschingen

7.Etappe Rastatt - Donaueschingen

 "Am siebten Tage sollst du ruhen" steht im Alten Testament - ist aber nicht die Philosophie von quäldich.de :-) Darum mussten bzw. durften wir heute zur siebten Etappe nach Donaueschingen über 170 Kilometer und 2900 Höhenmeter antreten. Und mit dabei die beiden heftigen Anstiege zum höchsten Punkt des nördlichen Schwarzwalds zum SWR-Funkturm, wo fast 1000 Höhenmeter am Stück zu bewältigen waren und bei Kilometer 104 das Moosenmättle mit 550 Höhenmetern auf ca 6 Kilometern. Ich bin ja noch mit dem Rad aus meiner aktiven Zeit mit einer Maximalübersetzung von 39x28 unterwegs und war dementsprechend skeptisch, ob ich die Anstiege wohl überhaupt hochkommen würde. Ich war schon lange nicht solche Berge gefahren, noch dazu nach sechs nicht gerade leichten Etappen. Als die Freigabe durch unseren heutigen Guide Stefan erfolgte, suchte ich sofort meinen Rhythmus zu finden. Ich kam gut rein, ich blieb bei 150 Maximalpuls und konnte sogar noch ab und zu einen Blick auf die Rheinebene werfen. Für ein Foto wollte ich mir doch keine Zeit nehmen - sorry Frank -) Die meiste Zeit fuhr ich mit dem zweiten Ösi in der Gruppe, Manuel, hoch, gelegentlich legte ich kleine Zwischensprints ein, um die Muskulatur zu entlasten. Begleitet wurde ich durch einen Schwarm lästiger Fliegen. Bei der Abzweigung zum SWR-Funkturm hoch wurden wir von der quäldich-Crew angefeuert! Bergkönig Jürgen hatte auch hier die Nase vorn, gefolgt von Axel, Gunnar und mir. Schnell ein paar Fotos geschossen und schon fuhren wir bis zur Verpflegung an der Abzweigung zurück, denn oben bließ ein unangenehmer Wind, kühler. Da kam auch schon die nächste Gruppe mit Dieter und Dirk! Weiter ging's wellig auf der Schwarzwaldhochstraße und dann durch das wunderschöne Wolfbachtal zur Hauptverpflegung. Ein paar Kilometer und schon begann der zweite arge Anstieg zum Moosenmättle. Die üblichen Verdächtigen zogen wieder los, es ging mit gut 10% - 15% hoch und bald kam ich ein zweites Mal zum Genuss meines Wiener Würstchens von der Mittagspause - danke quäldich für diesen Extraservice :-) Erstmals nahm ich mir die Unternehmensphilosophie zu Herzen und quälte mich als Fünfter, Damian hatte mich überholt, hoch. Den schönen Ausblick genossen wir nur kurz. Unser Schweizer Michael ließ wieder einen staubtrockenen Spruch los: "Dieser Anstieg ist durchaus postkutschenfähig" :-) Die folgende Panne von Alexander war rasch behoben und es ging auf schmalen Straßen sehr schön auf einer Hochebene weiter, wo sich früher die Grenze zwischen Württemberg und Baden, welches früher zu Österreich gehörte, befand. Diese Infos hatte ich wieder von Alexander, der mich schon die letzten Tage mit interessanten geschichtlichen Hintergründen versorgt hatte - danke an dieser Stelle! Leider hatte Alexander bald wieder eine Panne, der folgende Reifenwechsel wollte trotz einiger helfender Hände nicht und nicht gelingen. Nach rund 20 Minuten Zwangspause weiter und die folgenden Anstiege machten nicht wirklich Spaß. Umsomehr dann die letzten 25 Kilometer leicht fallend und mit Rückenwind nach Donaueschingen, wo wir knapp vor 17 Uhr mit fast 27 Schnitt eintrafen.

Michael Schenk, 23.6.2017

Gunnar und ich am höchsten Punkt des Nordschwarzwalds
Gunnar mit Bergkönig Jürgen am Moosenmättle

Donnerstag, 22. Juni 2017

Michael Schenk: Flensburg - Garmisch / Tag 6 Alzey-Rastatt

6.Etappe Alzey-Rastatt
Musikeinlage bei der ersten Verpflegung

Der Morgen begann nach dem Motto "Kleider machen Leute" - wenn man sie denn auch beisammen hat... Zunächst suchte ich verzweifelt im ganzen Zimmer meinen zweiten Handschuh - im ganzen Zimmer? Nicht ganz - denn Dieter fand ihn auf Anhieb mit den Worten "Da ist er ja!" Als Dieter dann allerdings den Kleiderbügel vom Fenster nahm, fiel eine Socke von der 1. Etage in den Garten :-) Gut schließlich hatte ich alles beisammen und ich war bereit für einen langen Tag über 175 Kilometer und 2300 Höhenmeter. Aber es sollte anders kommen .... Noch in Alzey der erste Kettenabsprung bei einem Kollegen und erste Wartezeit in der schon beträchtlichen Morgenhitze. Heute knallte die Sonne im Gegensatz zu gestern gleich richtig runter! Den ersten "Schmierer" aus Alzey raus fahren wir gemächlich - angenehm ist aber trotzdem anders - immerhin können wir die ersten hundert Höhenmeter schon abhaken! Den Donnersberg hoch die erste Freigabe, ich etwas forscher unten rein und schalte dann im letzten Drittel lieber wieder auf "Ökodrive" bzw besser gesagt auf "Ökoride" :-) Bei der ersten Verpflegung werden wir mit einer Livemusikeinlage eines eigens angereisten Trommlers überrascht! Unser Schweizer Michael meint auf Grund unseres etwas verhaltenen Applauses zum Trommler: "Die Kulturinteressierten kommen erst!" :-) Bald erreichen wir am nächsten Anstieg das Tor zum Pfälzerwald. Danach sind am Iggelbacher Stich 300 Höhenmeter auf ca 5 Kilometer zu bewältigen.
Es läuft gut, ich fahre den Anstieg an der Schwelle gemeinsam mit Axel hoch und wir kommen gleich nach Bergkönig Jürgen an. Als unser Schweizer Michael da ist meint er wieder ganz trocken: "Das chann man ja tatsächlich ein Päßchen nennen!" :-) Jürgen macht dann die ganze lange Abfahrt zur Mittagsverpflegung geniales Tempo und wir fahren wie an einer Perlenschnur aufgereiht! Bald nach der Pause dann eine böse Überraschung: Straßensperre, unmöglich zu ignorieren, da frisch geteert und laut Auskunft eines Lkw-Lenkers von der Baustelle, kilometerlang! Während wir die 20 Kilometer Umleitung nehmen, höre ich später, dass die Gruppe 2 von Dieter und Dirk eine Crosseinlage durch den Wald über Stock und Stein nimmt! Nach einem weiteren schönen Anstieg erreichen wir die französische Grenze und unmittelbar danach wartet Pascal mit der letzten Getränkeverpflegung. Zum Glück decke ich mich ordentlich mit Verpflegung ein, denn der chinesische Verkehrsminister Um lei tung :-) schlägt noch 2x zu. Während wir die erste Baustelle geflissentlich ignorieren und neben der frisch geteerten Straße 50 Meter übers Bankett ausweichen und uns dafür einen Rüffel eines französischen Bauarbeiters einhandeln, gibt es bei der zweiten Umleitung kein entrinnen, denn die Rheinfähre ist gesperrt! Statt der Alternative schwimmen nehmen wir doch lieber die Brücke über den Rhein zurück nach Deutschland, was uns bei über 30 Grad noch einige Zusatzkilometer beschert ... So kommen wir dann endlich nach 7:20 Std. Fahrzeit und 208 Kilometer an unserem heutigen Ziel Rastatt an.

Michael Schenk, 22.6.2017

erstmals schlägt der chinesische Verkehrsminister Um lei tung zu +20 Km

Mittwoch, 21. Juni 2017

Michael Schenk: Flensburg - Garmisch / Tag 5 Wetzlar-Alzey

Dirk und Dieter auf der Fähre


Bevor ich zum heutigen Tag komme noch eine Rückblende auf gestern Abend: Es war wieder faszinierend anzusehen, in welcher Rekordzeit das Abendbuffet von den Tourteilnehmern geplündert wird. Die Angestellten hatten alle Hände voll zu tun, um mit dem Nachschub hinterherzukommen! Es wäre eigentlich an der Zeit eine Warnung an die Bevölkerung entlang der quäldich-Route rauszugeben: "Lassen Sie keinesfalls essbare Gegenstände unbeaufsichtigt liegen. Die quäldich-Tour ist unterwegs!" :-)

Aber jetzt zu Tag 5, der gleich mit einem Schreck begann. Dieter hatte plötzlich wenige Minuten vor Abfahrt einen platten Reifen. Aber Tourmechaniker Sergej hat den Schaden in Windeseile behoben. Auf Grund der zu erwartenden Hitze fahren wir heute schon um 8 Uhr los. Locker rollen wir aus Wetzlar raus und so nehmen wir auch die ersten "Wellen", wie unser Guide Tom die mehr oder weniger kurzen Steigungen etwas verniedlichend nennt. Nach 20 Kilometer der erste heftige Anstieg. Kaum nennt Tom das "Losungswort" "Freigabe" schon sprintet unser Bergkönig Jürgen wie immer wie von der Tarantel gestochen los. So auch am Beginn des langen Anstiegs auf den Großen Feldberg. Dahinter gibt uns Tom ein schönes Tempo vor. Nach und nach splittert sich die Gruppe auf. Oben am Feldberg auf 920 Meter Seehöhe wartet schon Sille mit einer Zusatzgetränkeverpflegung! In rasanter Abfahrt geht's 600 Höhenmeter runter in den Taunus. In Taunusstein erreichen wir bei Kilometer 88 die Hauptverpflegung, wo Volker uns in seinem Restaurant zur Sonnenbank begrüßt und für gute Stimmung sorgt! Bei mir werden Errinnerungen an meine alte Heimat Wien wach und ich lasse mir das angebotene Leberkässemmerl mit Erdäpfelsalat gut schmecken! Danach widmet uns Tom unabsichtlich einen Bonustrack :-) und wir fahren eine kleine, steil ansteigende Gasse hoch um oben wieder umzukehren. Positive Erkenntnis: Jeder konnte alles vom Mittagessen behalten :-) Nach 110 Kilometer öffnet sich uns der erste Blick auf den Rhein, aber leider keine Weinschänke, da wir diese allesamt unbeachtet links liegen lassen. An der Fähre angekommen haben wir eine längere Wartezeit, die ich nütze um ein Bein in den Rhein zu stellen. Inzwischen kommt auch schon die zweite Gruppe mit Dieter und Dirk und beide Gruppen überqueren gemeinsam den Rhein. Jan beschließt basisdemokratisch mit 100% seiner Stimmen :-) eine Badepause für Gruppe 2! In sengender Hitze passieren wir noch die kleine Anhöhe mit dem witzigen Namen Col de Deponie bevor wir schließlich mit rund 26 Km/h Schnitt unseren heutigen Zielort, die Kreisstadt Alzey, erreichen.

Fazit des Tages: Eine sehr homogene Gruppe 1 in der es Spaß macht zu radeln!

Michael Schenk, 21.6.2017

mit Gunnar am Rhein