Kurzmeldung

17.Juni 2019
Der Velocita Blog ist jetzt 8 Jahre alt und hat etwas Speck angesetzt, den man nicht so leicht „wegoperieren“ kann. Es gibt viele Links auf Elemente des Blogs, diese sollen weiter funktionieren. Daher starten wir mit Beginn 2019


die alten Blogs sind dort über das „Archiv“ zu erreichen. Beiträge von Jänner bis Juni 2019 sind doppelt vorhanden (alter und neuer Blog).



15.Juni „Der Alpenrap“ naht    in einer Woche startet die Tour Transalp 2019
6.Juni Bregenz - Wien    Gerhards Österreich Rundfahrt
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Mittwoch, 5. Juni 2019

Glocknerkönig 2019

24. Glocknerrennen am 2.6.2019

Marianne Kmetyko-Huber konnte ihre derzeit großartige Form vom Bergrennen auf die Rosalia bestätigen. Aus dem 3. und letzten Block heraus gestartet, versteckte sie sich hinter groß gewachsenen Männern und ließ sich bis zum ersten Anstieg ziehen. Auf diese Weise Kräfte gespart, fand sie sehr bald nach der Mautstelle Ferleiten ihren Rhythmus und kurbelte unaufhaltsam einer sensationellen Zeit und Platzierung entgegen.

Marianne belohnte ihren Trainingsfleiß mit einem Stockerlplatz in der AK-D 5 und einer Top-Platzierung Overall und durfte an der Siegerinnenehrung am Dorfplatz von Bruck an der Glocknerstraße teilnehmen.

Ergebnis: 
Marianne Kmetyko-Huber 1:53,46 
AK 5    2. Platz (von 65)
14. Platz Overall (von 233) 

Peter Kmetyko, 5.6.2019

Dienstag, 28. Mai 2019

Österreichische Meisterschaften im Zeitfahren 2019

Am 19.5. starteten Marianne und Peter Kmetyko beim EZF der Masterklassen über 29km und 200hm von Ossiach nach Feldkirchen.

Marianne Kmetyko-Huber erzielte bei den Frauen insgesamt die drittschnellste Zeit und stand somit auf dem Podest.

Peter Kmetyko fuhr brav mit und musste erkennen, dass die schwere Verletzung vom Vorjahr noch lange nicht überwunden ist. Es fehlte an Kraftausdauer und Maximalkraft, was schlussendlich den 11. Platz unter 13 Teilnehmern ergab.

Mariannes Bericht:
Zusätzliche Aufregung 15 min vor dem Start: Betreuer eines Juniorenteams erklärten mir bei der Vorkontrolle, dass sie mein Rad so nicht akzeptieren würden, da der Sattel 1cm zu weit vorne sei. Also schnell rüber zu den Mechanikern, welche mir den Sattel einstellten. Wieder zurück am Start: die Nervosität war hoch da ich als Erste des gesamten Feldes starten musste. Die ersten 20 km waren unglaublich zäh, ich konnte keinen richtigen Druck auf die Pedale bringen, der Puls war viel zu hoch und ich hatte das Gefühl ins Leere zu fahren. Erst auf dem letzten Drittel der Strecke kam die Power und ich hatte Spaß an der Sache. Mit meiner Leistung über die gesamte Distanz alles andere als zufrieden, wurde ich dennoch 3. Frau im Gesamtklassement. Doch die Siegerehrung hätten wir uns sparen können: Die Master Frauen mussten bis zum Schluss warten, selbst die Siegerehrungen der an die ÖMS angehängten Landesmeisterschaften für ÖO und Kärnten. wurden vorher abgewickelt. Zusätzlich waren die Verantwortlichen absolut inkonsequent in der Auslegung der ÖRV Regeln in Bezug auf die Zusammenlegung von Altersklassen.

Peter Kmetyko, 28.5.2019

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Peter Kmetyko: Saisonbilanz

Mein Mtb-Unfall vom 24.2.2018 (Trümmerfraktur des li. Unterschenkels) ließ die Rennsaison 2018 platzen. So wurde ich gezwungen, mir ganz einfache Ziele zu setzen, die da lauteten: Gehen lernen, Muskel aufbauen und positiv denken.

3 Monate Liegegips mit anschließender Reha hinterließen mentale und körperliche Spuren. 
Erst ab Anfang Juni durfte ich 20 Min mit 80 Watt auf dem Ergometer strampeln. Konsequent versuchte ich den Reha-Plan umzusetzen und wenn ich glaubte, mehr machen zu müssen, damit „es schneller geht“, wurde mir prompt vom Körper mit Schmerzen signalisiert, dass das kontraproduktiv sei. So lernte ich, in meinen Körper besser hinein zu hören und mit der Belastung flexibel umzugehen.

Mitte Juli spürte ich sukzessive den Kraftzuwachs und die höhere Belastbarkeit des linken Beines. Meiner ersten Ausfahrt mit dem Crosser am Marchfeldkanal stand nichts mehr im Wege. Es folgten noch einige Testfahrten bis ich wieder mein geliebtes Arbeitsgerät, das Rennrad ausführen durfte.

Von da an ging´s steil bergauf. Am 24.7.2018, genau 5 Monate nach der OP, radelte ich frequenzorientiert auf den Mendelpass, ein paar Tage später auf das Stilfserjoch. Ohne Druck, just for fun. Herrlich. Einige Pässe und immer längere Ausfahrten während unseres Südtirolurlaubes folgten.

Schon begann ich Pläne zu schmieden für den Wiedereinstieg ins Renngeschehen mit Ende September. Da ich meine Wattwerte aus der vergangenen Saison kenne, durfte ich mir nicht zuviel erwarten. Dennoch strebte ich an, beim EZF der Trirunners ein Comeback zu geben. Ein entzündetes Zahngewebe mit darauffolgender Kiefer-OP einen Tag vor dem Rennen holte mich auf den Boden der Realität zurück. Aber, wer weiß, vielleicht war das wiederum ein Signal meines Körpers, nichts zu überstürzen?

Warum ich diese Zeilen schreibe?

Beim EZF der Trirunners am 29.9.2018 als Betreuer von Marianne und Fan an der Strecke saugte ich die einzigartige Rennatmosphäre auf, feuerte besonders alle mir vertrauten Teilnehmer an und genoss den anschließenden Plausch bei der Siegerehrung am Zobelhof mit Walter Kovarik, Gerald Leutgeb, Wolfgang Rezek alias Holzwurm etc. Dieser beeindruckende Saisonabschluss entfacht in mir zusätzliche Motivation, weiter hart an mir zu arbeiten, damit ich 2019 wieder in den Rennzirkus einsteigen kann.

See you in Ybbs 2019!

Peter Kmetyko, 3.10.2018

Sonntag, 26. August 2018

Peter Kmetyko: EZF Zistersdorfer Höhenstraße (WV-Cup)

Die Wetterprognosen am Vorabend verhießen nichts Gutes. Leichte Startzweifel wurden mit einem Bier und einem Glaserl Rotwein runter gespült. Die Frage, zahlt sich das Aufstehen Sonntag frühmorgens überhaupt aus, wagten wir daheim nicht auszusprechen, gestellt hat sie sich Marianne insgeheim (nur ich nicht in der Komfortzone als Betreuer!)

Schlussendlich hatte der Wettergott (?) Einsehen mit uns: 13 Grad, starker NW-Wind, Regenpause mit auftrocknender Fahrbahn. Marianne absolvierte ihr erstes Vorbereitungsrennen für den King of the Lake und gewinnt die Damenwertung mit dem Vorsprung von 1:51 auf Petra Erhardt.

Ergebnis: 20,6km, 150hm wellig; Bedingungen: siehe oben.

1. Kmetyko-Huber Marianne 33:06
2. Erhardt Petra 34:57

Peter Kmetyko, 26.8.2018

Samstag, 23. September 2017

Peter Kmetyko: EZF Neudorf bei Staatz

Ca. 1 Autostunde von Wien, nahe der Grenze zur Tschechischen Republik, veranstaltete das Tri Team Neudorf ein EZF zur Weinviertler Radcup-Serie. Da gleichzeitig der Matthäusmarkt zahlreiche Dorfbewohner am Hauptplatz des Dorfes versammelte, mangelte es nicht an lautstarken Anfeuerungsrufen für die 56 TeilnehmerInnen. Und im Ziel angekommen, wurde uns von der Dorfkapelle der Marsch geblasen während die Hausfrauen ihre selbstgebackenen Kohlenhydratspenden den von der Anstrengung Gezeichneten anboten – eine sehr sympathische Veranstaltung.

Zum Rennen:
Kmetyko,Bruckner,Pelzer
Angenehm kühle Temperaturen, mäßiger Wind aus WNW und eine Streckenführung, die es in sich hatte. Wenn 25,4km und 350hm laut Streckenprofil angekündigt werden, dann ist da an Schwierigkeiten einiges zu erwarten. So war´s dann auch: ein Wechselspiel zwischen langgezogenen Wellen, einem kürzeren giftigen Anstieg, dazwischen Highspeed-Abfahrten und schließlich bei km 17,5 der Falkenstein, ein Scharfrichter mit 175hm auf ca. 2km. Da hätte ich mir ein 27er oder 28er-Ritzel auf dem Scheibenrad gewünscht. Zum Glück ging´s danach nur mehr bergab und flach ins Ziel.

Mit meinem letzten rennmäßigen Test vor dem King oft the Lake bin ich zufrieden, wenngleich ich die Wattzahlen von 2016 heuer nicht erreiche. Der zweite Platz in der Klasse 50+ bescherte mir einen originellen Pokal in Form eines mit Ton modellierten Zeitfahrhelms.

Ergebnis

Vielen Dank an den Veranstalter. Ich komme gerne wieder.

Peter Kmetyko, 23.9.2017

Sonntag, 10. September 2017

Peter Kmetyko: Einzelzeitfahren des ESV Linz in Weichstetten

Weichstetten, ein Dorf im Bezirk Linz-Land in 338m Seehöhe, mit ca.700 Einwohnern und 3 Gasthäusern stellte sein Ambiente als Start- und Zielort eines EZFs zur Verfügung.

Im Widerspruch zu den Wettervorhersagen blieb es trocken. Bei angenehmen 15° Außentemperatur und spürbarem NW-Wind starteten 110 FahrerInnen in Minutenabständen über die 22km und 137hm.

Topmotiviert von meinem Sieg beim Röhsler-Cup am Freitag legte ich los. Auf dem welligen Kurs mit ein paar technisch anspruchsvollen Kurven, die man dank umsichtiger Streckenposten zumeist fast voll nehmen konnte fand ich rasch den Rhythmus. Ein wenig (zu) verhalten bin ich´s – im Nachhinein gesehen - angegangen, weil man mich vor dem Gegenwind auf der 2. Hälfte und dem Schlussanstieg warnte. So war ich dann schon ein wenig überrascht, als ich das Ziel schon nahen sah und das Gefühl hatte, da wäre noch mehr drinnen gewesen. Egal. Beim nächsten Mal kenne ich die Topographie und werde taktisch besser fahren.

Mit dem erreichten 3. Platz in der Klasse 60+ bin ich zufrieden. Der ESV Linz hat eine wirklich tolle Veranstaltung mit viel Aufwand organisiert. Für nur € 12.- Startgebühr wurde unverhältnismäßig viel geboten (Reibungsloser Ablauf auf der Strecke mit kompetenten Streckenposten, Verpflegung, Tombola und stimmiger Siegerehrung). Eine empfehlenswerte Veranstaltung.

Rückblick des Veranstalters und Fotos

Peter Kmetyko, 10.9.2017

Mittwoch, 19. Juli 2017

Peter Kmetyko: Rätische Alpentour

Wie in den vergangenen Jahren wählte ich zu Sommerbeginn eine quäldich.de Etappenfahrt um mit gleichgesinnten, quäl bereiten Menschen möglichst viele Alpenpässe zu bezwingen.

Aufgeteilt in 3 Gruppen starteten wir vom schweizerischen Chur aus sofort in den ersten Anstieg, dem Lenzerheidepass (1549m). Ungewöhnlich dichter motorisierter Verkehr nervte uns bis zur Passhöhe. Der Grund: Zahlreiche Zuschauer pilgerten zum MTB-Weltcuprennen, bei dem der Schweizer Meister und Lokalmatador Nino Schurter startete und auch gewann. Okay, das ließ für uns das Verkehrsaufkommen leichter ertragen.

Nach einer rasanten Abfahrt Richtung Tiefencastel, bei der ich mich in einer Kurve versteuerte und mit der Graubündner Botanik Bekanntschaft machte (zum Glück ist nichts passiert), folgte das erste Highlight der Tour, der Albulapass (2315m). Die Westauffahrt von Filisur verbindet das Albulatal mit dem Engadin über 21,8km und 1344hm bergauf und 9 km bergab.

Die Geleise der Rätischen Bahn begleiteten uns aus allen Richtungen wiederkehrend durch Tunnels, über und unter Viadukten in teilweise unberührter Natur. Am Brunnen im malerischen Bergdorf Bergün, bekannt vom Swiss Alpin Laufmarathon, füllten wir unsere Trinkflaschen ein letztes Mal bevor wir die letzten 14km in Angriff nahmen, immer wieder einmal von Teilnehmern des Engadiner Radmarathons überholt.

Die Luft kühlte merkbar ab, im Hintergrund zogen dunkle Wolken heran. Auf der Passhöhe rasch die Windjacke übergestreift und in rasender Fahrt ins Tal. Der Wind im Engadin blies immer kräftiger und plötzlich prasselte ein Gewitterregen auf uns hernieder. Komplett durchnässt und ausgekühlt erreichten wir Pontresina (1813m).

Der zweite Tag hatte es in sich: Zunächst ging´s mit Rückenwind über den Berninapass (2.330m) - von Pontresina aus ein Rollerberg, den wir in der Gruppe gemütlich hochfuhren. Dann folgten 44km Abfahrt im endorphinen Rauschzustand nach Tirano im Valtellina. Dort vergönnten wir uns eine kurze Pause zum Kräfte sammeln bevor jeder für sich seinen ganz persönlichen Kampf mit dem mörderischen Mortirolo (1834m) aufnahm. Mit durchschnittlich 11% Steigung auf 11,4km und 1258hm gilt dieser als der zweit schwierigste Anstieg in den Alpen. Nur der Zoncolan in Friaul überbietet den Morti an Härte. Aber mit 34-32 an den steilsten Stellen ist dieser Pass gut zu schaffen, ohne die letzten Kraftreserven angreifen zu müssen. Die anschließende wellige Abfahrt nach Aprica (1177m) öffnete reizvolle Blicke ins Tal.

Kaiserwetter am nächsten Morgen. Selten, dass solche guten Bedingungen am Gaviapass (2618m) herrschen. Die Südrampe erstreckt sich über 18 km und 1360hm im italienischen Nationalpark Stilfserjoch und verbindet Ponte di Legno im Süden mit Bórmio im Norden. Die relativ milde Temperatur auf der Passhöhe ermöglichte eine längere Pause bevor wir uns mit Respekt in die schwierige Abfahrt stürzten. Teils Längsrisse in der Fahrbahn, Rollsplit und enge Kurvenradien gefolgt von langen Geraden mit hohem Tempo erforderten höchste Konzentration.

Am vierten Tag der Tour erwartete uns von Bórmio (1195m) aus zunächst der Umbrailpass (2503m). Die meisten von uns ließen den aber zunächst links liegen und kämpften sich noch die letzten 3 harten km zum Stilfserjoch (2757m) hoch. Oben angekommen fand sich kaum Platz für uns Radfahrer. So verzichtete ich auf das obligate Passfoto und fuhr zurück zum Umbrailpass. Die Abfahrt nach Santa Maria im Münstertal auf gutem Asphalt beinhaltet einige technische Schwierigkeiten und verlangt kontrolliertes Tempo. Bis zur Verpflegung knapp außerhalb des Ortes lief´s an diesem Tag ganz gut. Erst danach begann die Tour der Leiden am Ofenpass (2149m) - ständige Rhythmuswechsel, Gegenwind und die sengende Sonne im Nacken vermittelten den Eindruck, dass es sich hier um das Tor zur Hölle handeln könnte. Nach einer kurzen Abfahrt noch ein giftiger Gegenanstieg, Ova Spin genannt, an dem die letzten Körner verschossen wurden. In Zernez bildete sich eine Sechsergruppe, die auf den letzten 25 km bis Scuol gemeinsam rollte.

Der fünfte Tag der Alpentour begann zunächst mit einer Fahrt im Pulk über 18km zum schweizerischen Grenzort Martina, anschließend auf österreichischer Seite zur Norbertshöhe (1350m), über Nauders auf den Reschenpass (1507m), vorbei am Reschensee mit dem berühmten versunkenen Turm, und verkehrsbedingt in langsamem Tempo die im Normalfall zügig zu fahrenden Serpentinen runter nach Graun. In Glurns kurz aus dem Begleitbus verpflegt, setzte die Gruppe die Anfahrt nach Prad fort, wo der legendäre Anstieg über die „Königin der Passstraßen“ beginnt. 24,6 km, 1844 hm und 48 Kehren sagt die Statistik zum Stilfserjoch (2.757m). Mein Lieblingsanstieg, der als zweithöchster Pass Europas nach dem Col de l´Iseran (2770m) erfasst ist - die künstlich angelegte Schleife zum Cime de la Bonette (2802m) nicht mit gezählt. Als Übergang zwischen Südtirol und der Lombardei seit der Bronzezeit bekannt, als Passstraße im 19.Jh. gebaut. Eine architektonische Meisterleistung, die regelmäßig renoviert wird und momentan ohne Baustelle hervorragend rollt. Bereits auf den ersten Km zog sich das Feld auseinander.

Manche geben dem Stilfserjoch den Beinamen „Höchstgelegener Rummelplatz Europas“. Bisweilen trifft´s zu, besonders bei Schönwetter am Wochenende.

Wir genossen, manche mehr oder weniger, die imposante Bergkulisse, flüchteten anschließend ins Hotel und warteten bis am Abend, bis die motorisierten Touristen verschwanden. Dann wanderten einige noch auf über 2.800m hinauf zu einer Hütte, stießen mit einem Radler auf die erfolgreich absolvierte Etappe an und ließen die Fotoapparate klicken.

Freitag, 14.7.2017. Die Königsetappe mit 5 Pässen und 144 km steht an. Frühmorgens bei 4° vom Stilfserjoch runter nach Bórmio, über den Passo di Foscagno (2291m) und den Passo d´Eira (2209m) nach Livigno. Auf den Forcola di Livigno (2315m) ließen wir uns von einem dort auf Höhentrainingslager befindlichen Team hinauf ziehen. Allerdings fuhren die im Regenerationsbereich und drehten um als Regen einsetzte. Wir mussten alleine weiter auf den Bernina klettern. Das Streckenprofil verkündete nach der Passhöhe 70 km bergab bzw. flach bis ins Etappenziel im italienischen Chiavenna. Insgesamt lief es in der Gruppe recht gut nachdem wir die Tempoverschärfungen einiger Übermotivierter in den Griff bekamen. Selten war eine Abfahrt so kräfteraubend wie die vom Berninapass nach Pontresina gegen stürmischen Wind. Dafür wurden wir Richtung Malojapass (1815m) mit Rückenwind und bergab mit einer wunderschönen Abfahrt nach Chiavenna (324m) belohnt. Ein Blick auf den Garmin bestätigte das Besondere an dieser vorletzten Etappe: 2200hm bergauf / 4000hm bergab.

Die Nacht in Chiavenna war eine schlaflose. Ein Zimmer mit Fenster zum Kreisverkehr in einem von der Sonne aufgeheizten Raum, gegenüber ein Lokal mit Livemusik im Freien (Hardrock) bis über Mitternacht hinaus. Wahrhaft kein Ambiente für regenerationsbedürftige Radfahrer.

Dementsprechend gerädert stieg ich am Morgen aufs Rad und benötigte fast eine Stunde bis ich meinen Rhythmus fand, zumal die Straße vom Hotel direkt in den Anstieg zum Splügenpass (2113m) mündete.

Die Südrampe verbindet Italien mit der Schweiz und muss sich keineswegs hinter wesentlich bekannteren Pässen wie das Stilfserjoch punkto landschaftlicher Schönheit, anspruchsvoller Streckenführung und Härte verstecken. Einzig die (windige) Flachpassage neben dem Lago di Montespluga vor dem 3km Schlussanstieg (10%+) ermöglicht eine Verschnaufpause.

Das Passschild erreicht man nach 30,4km und 1842hm. Wegen der Kälte riskierte ich nur einen kurzen Fotostopp und fuhr gleich die Kehren runter bis in das Bergdorf Splügen. Mit einem Kaffee für wohlfeile 6 Schweizer Franken stärkte ich mich, bevor sich die letzten 50km in einer Kleingruppe, natürlich wieder bei Gegenwind, zur letzten Herausforderung der Alpentour entpuppten. Wir fühlten uns alle ausgelaugt und müde („aupeckt und g´schossen“ im Radfahrerjargon), jedoch die Einfahrt im Etappen- und Tourziel in Chur ließ die Anstrengungen der vergangenen Woche vergessen.

Fotos
Etappen 

Peter Kmetyko, 19.7.2017

Sonntag, 13. November 2016

Peter Kmetyko: Siegerehrung PSK Herbstradcup 2016

Leutgeb, Petritsch, Krenn, Schneider, Kmetyko
Zahlreiche TeilnehmerInnen des PSK-Herbstcups versammelten sich bei einem Heurigen im 10.Bezirk zu einem geselligen Abend am Ende einer intensiven Rennsaison. Bei Speis und Trank entwickelten sich interessante Fachgespräche, es wurden spannende Erzählungen und erheiternde Anekdoten aus dem Radfahrerleben zum Besten gegeben oder der Frage nach gegangen, wieso dieses oder jenes Rennen nicht ganz so gut verlaufen ist? Die Ursachenforschung stellte ein zentrales Thema dar und oftmals wurden die alten Haudegen gefragt, was denn das Geheimnis sei, dass sie über so viele Jahre hinweg so fit geblieben und noch immer Spitzenleistungen zu vollbringen imstande sind? Ein paar gute Tipps waren da schon dabei (z.B. „Ich trinke keinen Alkohol, dafür gönne ich mir fast täglich eine Tafel Schokolade!“ – Zitat Niki Göd)


Torte von Andrea Krenn
Erst Brigitte Schneiders unüberhörbares „Pssssssst“ ließ die anregenden Diskussionen langsam verstummen und nach einem lieb gemeinten Ordnungsruf konnten die Siegerehrungen beginnen. Bei Brigitte ist jeder Anwesende ein Sieger. Alle TeilnehmerInnen werden mit entsprechenden Urkunden und kleinen Geschenken bedacht, die ersten 3 jeder Altersklasse zusätzlich mit Pokalen geehrt. Und dem noch nicht genug werden per Verlosung alle Anwesenden mit einem Geschenkesackerl belohnt.

Bei der im Zuge der Begeisterung über die prämierten Leistungen immer lauter werdenden Gesellschaft, verschafft sich die Organisatorin blitzartig Gehör, indem sie die Spenderinnen des üppigen Kuchen- und Tortenbuffets würdigte. Nach der Besichtigung der PSK-Cup Torte (in postgelb gehalten mit Radfahrerin im Zentrum), eine Kreation von Andrea Krenn, stellten sich alle schön brav mit ihrem Teller in einer Reihe an, so wie wir es bei der Startaufstellung in Niederrußbach oder Tiefenthal gelernt haben.

Ein herzliches Dankeschön gebührt Brigitte und ihrem treuen Helferteam. Hier hat sich eine nette Gemeinde zusammen gefunden, die mit Leidenschaft den Radsport betreibt und gleichzeitig nicht auf Geselligkeit vergisst.

Peter Kmetyko, 13.11.2016


Göd, Kmetyko, Kolar, Schneider
Aichinger, Krenn, Rettegi, Schneider

Dienstag, 8. November 2016

Peter Kmetyko: Gran Canaria – „Irgendwann bleib i dann wirklich dort“

… zumindest über den Winter.

Bei nasskaltem Novemberwetter stiegen wir (Hannes Krenn und Peter Kmetyko) in den Flieger und bei sonnigen 25° verließen wir denselben 5 Stunden später wieder.

Selbst auferlegter Dresscode auf dem Rad die gesamte Woche über kurz kurz. In den Bergen angenehm, in Küstennähe teils fast unerträglich heiß. Soria, Ayacata, El Doctoral, Santa Lucia, Fataga – alle diese bekannten Ortschaften fuhren wir an, inkl. der damit untrennbar verbundenen Anstiege im landschaftlichen Hochgenuss. Rund um den Pico malten Nebelschwaden ein zauberhaftes Bild in die Landschaft. Der Fernblick von der von uns als „Alice im Wunderland-Straße“ bezeichneten Abfahrt von der höchsten Erhebung Gran Canarias Richtung Agüimes entlockte uns ein lautes „Juhuuuu“. Zwischendurch zur Stärkung ein Cortado largo, eine Tarta de Manzana und ein Cola. Und nach der Rückkehr ins Hotel in San Augustin wartete der Salzwasserpool auf unsere müden Beine. Die Zimmer im 8.Stock gestatteten überwältigende Blicke aufs weite Meer bei Sonnenaufgang mit allmorgendlichen 20°.

Einfach ein perfekter Saisonausklang. Oder war´s doch schon der Beginn der neuen Saison? Bei 20° Außentemperatur stiegen wir in den Flieger Richtung Heimat und bei nasskaltem ………

Unser Trost: Im Februar sind wir dann wieder dort.

Peter Kmetyko, 8.11.2016

Fotoalbum Peter Kmetyko
Fotos von Johannes Krenn

Sonntag, 25. September 2016

Peter Kmetyko: King of the Lake 2016 – 6. EZF rund um den Attersee

Zu allererst möchte ich Marianne gratulieren, die trotz ein kleiner Panne beim Start zum zweiten Mal hintereinander Queen of the Lake der Klasse U 60 werden konnte. Sie hat es wieder mal geschafft, zum richtigen Zeitpunkt in Form zu kommen.

Beim Start selber herrschte hektische Betriebsamkeit. Der 15´´- Startmodus aus 2 Startboxen erforderte höchste Konzentration und Präzision. Auf der Strecke draußen setzte sich bisweilen dieses „Gewurl“ fort mit permanenten Überholvorgängen, Ausweichmanöver und Tempowechsel.

Aufgrund meiner Top 3 – Platzierung 2015 durfte ich als einer der Letzten inmitten der Elitefahrer starten. Was mir beim ersten Betrachten der Starterliste einen Schock einjagte, stellte sich schlussendlich als kleiner Vorteil heraus. Die permanente Umgebung von Klassefahrern beflügelte mich und ließ mich zur Hochform auflaufen, dazu schlief der Wind im letzten Viertel der Strecke ein. Mein anfänglich wahrscheinlich zu hoch gewähltes Tempo verursachte höllische Schmerzen in den Beinen – kurz dachte ich ans Aufgeben – aber später, ab der Hälfte, erlebte ich einen unheimlichen Flow. Die Schmerzen vergingen und mein Körper setzte ungeahnte Kräfte frei. Was ich bergab an Zeit verlor, holte ich mir in den Anstiegen zurück. Die Anfeuerungsrufe meiner Vereinskollegen am letzten „Schupfer“ registrierte ich peripher und sie motivierten mich für den letzten Km noch einmal alles zu geben. Ich hätte keine Sekunde schneller fahren können.

Angesichts des starken internationalen Starterfeldes empfinde ich meinen 4. Platz als gewonnenen, wenngleich auch unbedankten. Ich konnte ganz starke Fahrer meiner Altersklasse hinter mir lassen, und die, die vor mir liegen, bleiben für mich unerreicht. Zudem habe ich meine Zeit von 2015 um über 4 Min. verbessert. Einen Schnitt von 40,4km/h hielt ich vor dem Rennen für mich unerreichbar. Der 169. Gesamtplatz (von über 600 Einzelstartern) rundet das für mich äußerst positive Ergebnis am Ende einer sehr erfolgreichen Saison ab.


Peter Kmetyko, 25.9.2016

Ergebnisse EZF
Ergebnisse MZF
Top Platzierung auch für Richard mit der 160+ Mannschaft des RC ARBÖ Wienenergie Röhsler&Co:
Artenjak, Rettegi, Koller, Rappolt 2.Platz 

Fotos des Veranstalters, Fotograf Gottfried Gärtner
Fotos von der Strecke
Siegerehrung 
2 Fotos daraus
Foto (c) Gottfried Gärtner
Foto (c) Gottfried Gärtner














Video von Richard

Sonntag, 4. September 2016

Peter Kmetyko: EZF Zistersdorfer Höhenstraße (Weinviertel-Cup)

Dort wo sich üblicherweise die Windräder in Höchstgeschwindigkeit drehen, dort wo bei einem schmucken Marterl sich Start und Ziel befinden und dort wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, ja dort finden sich alljährlich tatsächlich Menschen ein, die nichts Besseres zu tun haben als an einem Sonntagvormittag auf der Höhenstraße mit ihren Rädern Tempo zu bolzen.

Diesmal war uns der Wind gnädig. Aus SW kommend und fast nicht spürbar erleichterte er die Fahrt über 20,6 km und welligen 150 hm.

Marianne belegte in der Damenklasse den 2. Platz, wobei sie von der Siegerin, aber auch von Platz 3, nur ein paar Sekunden getrennt war. Ich freute mich über den 2. Platz hinter dem überlegenen Sieger Wolfgang Lackner in der Klasse 50+.

Leider wurde das vom Veranstalter mit viel Leidenschaft organisierte Rennen von einigen übermotivierten „Paarzeitfahrern“ gestört, die die Bekanntgabe des Ergebnisses durch Disqualifikation verzögerten. Mir kommt vor, dass sich gegen Ende der Saison diese unfairen Verhaltensweisen leider häufen.

Peter Kmetyko, 4.9.2016

Ergebnis

Freitag, 19. August 2016

Peter Kmetyko: 44. FIS-RSC Hartberger Weltradsportwoche

In 9 Tagen (11.8. bis 19.8.2016) absolvierte der Großteil der RadrennfahrerInnen 8 Rennen. Eine hohe Belastung, auch angesichts der Topographie im Hartbergerland. Die internationale Beteiligung verlieh diesem alljährlichen Radsportereignis ein besonderes Flair wobei der Veranstalter für einen reibungslosen, entspannten Ablauf sorgte. Lobend zu erwähnen ist die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit aller zumeist ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Ich entschied mich, (nur) das Zeitfahren am Freitag zum Anlass zu nehmen, meinen Formaufbau für die Herbstrennen weiter voran zu treiben. Als Leichtgewicht hatte ich auf der fast brettelebenen Strecke keine allzu großen Erwartungen. Meine persönliche Zielvorgabe lautete: Deutlicher 40er-Schnitt und Top Ten-Platzierung. Es lief von Anfang an gut, die Beine machten auf und so konnte ich meine eigenen Erwartungen sogar übertreffen: Schnitt 41,3 km/h und Platz 7 in der Masterklasse IV als drittbester Österreicher. Selten hat mich eine solche Platzierung gefreut wie diesmal und da der Veranstalter sehr großzügig bei den Ehrungen vorgeht (die ersten acht wurden prämiert), durfte ich auch noch ein schönes „Häferl“ mit heim nehmen.

Ergebnis 

Peter Kmetyko, 19.8.2016

Montag, 8. August 2016

Marianne und Peter bei Kaiserwetter heute am Stilfserjoch


heute
so sah es am 14.Juli aus :-)

Freitag, 5. August 2016

Peter Kmetyko: Tour du Dauphiné 2016

Fotos
Marianne und ich starteten unsere diesjährige „Tour de France“ in Grenoble, dem Ort der Olympischen Winterspiele 1968 (Jean-Claude Killy fuhr da den Österreichern mit 3 Goldmedaillen um die Ohren!). Gleich auf der ersten Etappe erwartete uns im Vercors, einem in der Resistance heiß umkämpften Gebiet, ein landschaftlicher Hochgenuss. Zunächst tauchten wir durch die kurvenreichen, engen Straßen der Gorges de la Bourne hindurch, bevor sich uns ein wahres Radsportparadies eröffnete. Senkrecht abfallende Schluchten, tief eingeschnittene Täler, überhängende Felswände, schattenspendende Tunnels, liebliche bunte Ortschaften, Kriegerdenkmäler und Soldatenfriedhöfe, gleichmäßige Anstiege zum Höhenmetersammeln etc. – und das alles ohne störende Motorengeräusche. Erst beim Verlassen des Vercors über den letzten Pass, dem Col de Rosset, ereilte uns die Verkehrsrealität.

An den folgenden Tagen ermüdete sukzessive unsere Beinmuskulatur infolge des Höhenprofils nach dem Motto: Nach dem Berg ist vor dem Berg. Kaum ein Pass unter 15Km und 1000Hm, ein kontinuierliches Rauf und Runter. Anstrengend, aber schön. Anstiege wie die auf den Col de Menée, den Col de Sarenne, den Col du Mollard etc. sind vielleicht nicht so geläufig, stellen m.E. die großen Tour de France-Pässe landschaftlich und verkehrsmäßig in den Schatten. Und dennoch bedeutet uns es immer wieder sehr viel, die Monumente der Alpen wie den Col du Galibier, den Col de la Croix de Fer, den Col d´Izoard und schließlich Alpe d´Huez aufs Neue zu bezwingen. Da wirbeln jedes Mal die Glückshormone durch den geschundenen Körper.

Zurück in Grenoble schmiedeten wir noch unter dem Einfluß des Erlebten mit unseren Radsportfreunden bei Pizza, Bier und Rotwein die Pläne unserer persönlichen Tour de France 2017.

Peter Kmetyko, 5.8.2016

Fotos

Dienstag, 19. Juli 2016

Peter Kmetyko: 7 Tage durch die Ötztaler und Bergamasker Alpen

Hitze, Kälte, Nässe, Gewitter, Graupelschauer, Hagel und ein Felssturz – Eine Woche permanent wechselnder Wetterextreme zwischen minus 1 und plus 41 Grad ließ eine Gruppe deutscher und schweizer RennradlerInnen mit einem österreichischen „Gastfahrer“ von Velocita an ihre mentalen und physischen Grenzen stoßen. Eine Woche radfahrerischen Hochgenusses hätte es werden sollen. In der Tat entwickelte sich jeder Tag zum Kampf gegen Wetterkapriolen in den Alpen.

1. Etappe: Innsbruck – St. Leonhard über die alte Brennerstraße und den Jaufenpass. Die fast unerträgliche Hitze provozierte Beinkrämpfe. Zum Glück legten Gewitter und Starkregen im Passeiertal erst los als wir bereits beim Abendessen saßen.

2. Etappe: St. Leonhard – Madonna di Campiglio über Gampenjoch und Passo Carlo Magno. Der Tag begann mit hoher Luftfeuchtigkeit und endete schließlich mit starker Abkühlung und einem Gewitter, das uns kurz vor Madonna voll erwischte. Die folgende Sturzflut hob Kanaldeckel in dem bekannten Skiort aus ihren Verankerungen. Wir mitten drin.

3.Etappe: Madonna – Angolo Terme über den Passo Croce Domini. Eine Regenfahrt durch die Lombardei mit Gewitterschauer von Anfang bis zum Ende. Blitz und Donner begleiteten uns bergauf – eine Zitterpartie mit ungewissem Ausgang. Zum Glück schlugen die Blitze woanders ein. Die folgende Abfahrt vom Croce Domini bei Aquaplaning und aufgebrochenem Straßenbelag ließ die Bremsbeläge heiß laufen.

4. Etappe: Angolo Terme – Passo Tonale über den Passo del Vivione. Schon glaubten wir die Schlechtwetterfront hinter uns gelassen zu haben. Doch am Vivione angekommen auf 1800m kühlte es plötzlich wieder ab und der einsetzende Regen machte die ohnehin schmale Abfahrt mit engen Kurven noch gefährlicher. Ein Felssturz, der offensichtlich am Morgen losdonnerte, verlegte die Fahrbahn und stoppte unsere Fahrt. Nur mit geschultertem Rad und einer Kletterpartie konnten wir diese kleine Naturkatastrophe überwinden. Ab da goss es in Strömen bis zum Hotel am Passo Tonale. Die Temperaturen sanken bis auf 5° in 1800m Seehöhe.

5.Etappe: Passo Tonale – Goldrain im Vintschgau. Eine Königsetappe. Die Auffahrt zum Gaviapass erfolgte auf eine der schmalsten und schönsten Alpenstraße überhaupt. Die darauffolgende Westrampe auf das Stilfserjoch hatte es auch in sich, wenngleich wir die klassische Ostrampe mit ihren 42 Kehren diesmal als Abfahrt wählten. Bis auf einige Schrecksekunden wegen Eisplatten auf der Fahrbahn und ein kurzer Regenschauer bei Trafoi verlief der Tag problemlos. Der Vintschgau begrüßte uns mit angenehmer Temperatur.

6. Etappe: Goldrain – Sölden durch das Passeier Tal über den letzten Pass des Ötztaler Radmarathons, dem Timmelsjoch. Ein milder Sommermorgen machte die bereits müde Muskulatur wieder trittfähig. Sanft bergab rollten wir im Etschtal Richtung Meran. Über das Schloss Tirol wurde die Großstadt umfahren (persönlicher Einsatz: ca. 5km, 400hm, kurze Stiche bis 24%). Der Lohn: kaum Verkehr und ein wunderschöner Ausblick über die Weingärten an der Schnittstelle der beiden erwähnten Täler. Es folgte die Kletterpartie von Süd- nach Nordtirol über den 2500m hohen Passo del Rombo. Die Abfahrt nach Sölden fühlte sich traditionell bitterkalt an, das Ziel vor Augen machte Kräfte frei.

7.Etappe: Sölden – Innsbruck über das Kühtai. Frühmorgens knallten wir in Winterkleidung das Ötztal mit stets über 40km/h hinunter. Von Ötz nahm die Gruppe die letzten 18 (unrhythmischen) Bergkm auf den Kühtaisattel in Angriff, dazwischen verlangte der sog. Ochsengarten mit einer Rampe von über 14% auf 1km nach dem Wiegetritt. Höchste Konzentration erforderte noch die Highspeed-Passage bei Kematen bevor wir die Etappenfahrt über den Inntalradweg in einer Art Tour d´Honeur ausklingen ließen.

Peter Kmetyko, 19.7.2016

Fotos

Dienstag, 5. Juli 2016

Peter Kmetyko: Kärntner Radmarathon – Bad Kleinkirchheim

Samstag Anreisetag – sonnig und warm!

Montag Abreisetag – sonnig und warm!

Dazwischen der Sonntag – Dauerregen, kalt bis 5° auf fast 2000m. 

Selbst der anwesende liebenswürdige Radteufel namens Didi SENFT fand beim Wettergott keine Gnade.

Da wir zum ersten Mal an diesem RM teilnahmen und uns rel. spät anmeldeten, mussten wir aus dem letzten Block starten - und da war das Rennen für uns eigentlich schon vorbei. Zwar versuchten wir anfangs noch zwischen den langsamer Startenden hindurch dem Hauptfeld nachzujagen – es war jedoch aussichtslos angesichts der Topographie und des Starkregens gleich auf den ersten Kilometern. So entstand nie wirklich das Gefühl, Teil eines Wettrennens zu sein, da wir lange Passagen alleine gegen Wind, Regen und Kälte ankämpfen mussten.

Sehr bald ging´s für uns nicht mehr um eine gute Platzierung. Wir wollten ganz einfach nur mehr dem Sauwetter trotzen und sturzfrei ins Ziel kommen. Die Herausforderung bestand darin, die nässebedingt gefährlichen Abfahrten mit klammen Fingern heil zu überstehen.

Marianne hat dennoch nur knapp einen Stockerlplatz in ihrer AK verfehlt, ich bin als sechster in meiner AK jedoch weit hinter meinen ursprünglichen Erwartungen geblieben.

Im Wellnessbereich des Hotels bei der abschließenden Analyse wich die anfängliche Enttäuschung bald einer gewissen Zufriedenheit über unser Durchhaltevermögen bei diesen widrigen Bedingungen. Vielleicht probieren wir´s ja 2017 nochmal??

Rückblickend war es für Marianne und mich dennoch ein sehr erfolgreiches Frühjahr mit zahlreichen wunderbaren Rennerlebnissen.

Jetzt genießen wir die Rennpause und freuen uns auf stressfreie Radetappenfahrten durch Österreich, Italien und Frankreich.

Peter Kmetyko, 5.7.2016

Ergebnisse 

Peter, Marianne, Johannes und Karl vor dem Rennen, Fotos: Johannes Krenn


Sonntag, 19. Juni 2016

Peter Kmetyko: Bergzeitfahren um den Profi-Baustoffe-Preis „Schlag den Star“

Die Wiederbelebung eines Radsportklassikers durch den RC ARBÖ Wienenergie Röhsler&Co: 
Auf der legendären Höhenstraße von Klosterneuburg-Weidling auf den Kahlenberg mit insgesamt 4,1km und 260hm, vorwiegend über Kopfsteinpflaster, stellten sich 7 Damen und 31 Herren dieser Herausforderung.

Der verregnete Sonntagmorgen dürfte einige potentielle Teilnehmer abgehalten haben, die Fahrt nach Klosterneuburg anzutreten – sie sollten es bereuen, denn die Straßen trockneten auf und die Sonne lachte vom Himmel.

Wolfgang Eibeck, der mitten in den Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Rio steckt, gab die Referenzzeit vor. Für die meisten von uns ging´s ums „Überleben“ dieser Tortur auf der Rüttelpiste, einige wenige starteten ihre Angriffe auf die Richtzeit. Tatsächlich schafften Lackinger Alexander und Brack Christian Eibecks Zeit zu unterbieten. Gemeinsam mit dem drittplatzierten Mario Obermeier durften sie sich an den von Kurt Schindler mit Pflasterstein und Zahnkranz originell gestalteten Preisen erfreuen.

Bei den Damen siegte Brigitte Stocker nur 1:36 vor Marianne Kmetyko-Huber und diese wiederum einen Wimpernschlag vor Ute Petritsch. Leider verletzte sich Eva Hipfinger bei der Ausübung einer artfremden Sportart – sie wäre in ihrer derzeitigen Bergform auch eine Anwärterin auf einen Stockerlplatz gewesen. Insgesamt zeigt sich, dass der Damenradsport im Hobbybereich einen wohltuenden Aufschwung nimmt.

In der Klasse Master IV zeigte mir Peter Hofmann meine Grenzen am Berg.
Sein Vorsprung von 1:10 auf mich als zweiten fiel doch recht deutlich aus. Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Spitzer Martin als Sieger der Master I und Altmeister Niki Göd als Sieger der Master VI vervollständigten die tollen Leistungen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Unser Dank gilt dem Organisationsteam und den zahlreichen Helferinnen und Helfern des RC ARBÖ Wienenergie Röhsler&Co für die gelungene Veranstaltung.

Peter Kmetyko, 19.6.2016

Ergebnis    alle Fotos (c) Kurt Schindler


Freitag, 12. Februar 2016

Peter Kmetyko: „Irgendwann bleib´ i dann dort …“

Trainingsaufenthalt 2016 auf GRAN CANARIA

Am Morgen 17°, tagsüber um die 25°, strahlender Sonnenschein mit ein paar Schönwetterwölkchen am sonst tiefblauen Himmel und – für uns Radfahrer nicht unwesentlich – mäßiger Wind. Eine Traumwoche liegt hinter uns (Marianne, Hannes, Rainer und meine Wenigkeit). Über 500 Km und mehr als 10.000 Hm sammelten wir in landschaftlich reizvoller Umgebung. Soria, der Tauropass, das Tal der Tränen mit der berüchtigten „Wand“, Ayacata, der Pico de las Niéves mit dem grandiosen Ausblick auf den Teide – all diese Highlights verpackten wir in anspruchsvolle Touren. Dazwischen ein Cortado mit Cola zum Auftanken der schwindenden Energien. Radfahrerherz, was willst du mehr?

Der Abschied nach einer Woche vom Vulkan fiel uns nicht leicht – alleine der Gedanke auf das geplante Wiedersehen 2017 tröstete uns etwas. Ich könnt´ mir vorstellen, dort einmal zu überwintern …

Peter Kmetyko, 12.2.2016
Fotos

Sonntag, 20. September 2015

Peter Kmetyko: 11. Almsee Einzelzeitfahren

Marianne und Peter fanden sich in Grünau im Almtal ein und stellten sich der Herausforderung über 26,8km und 100hm auf einer landschaftlich sehr schönen Strecke mit einer uralten Linde als Wendepunkt.

Bestens organisiert vom URC Grünau starteten die Teilnehmer in Minutenintervallen. Schön zu beobachten, wie in einem Dorf alle Vereine und Organisationen hinter dieser Veranstaltung stehen und tatkräftig mithelfen. Das kam uns besonders durch die umsichtige Regelung des Verkehrs zugute.

Marianne belegte in der W50 den ersten Platz mit der drittschnellsten Zeit bei den Frauen und ich durfte mich über den ersten Platz in der M60 und über einen 40er-Schnitt freuen.

Sehr gefallen hat mir das Beisammensitzen und Plaudern mit meinen Stockerlplatzkollegen vor der Siegerehrung. Einer davon stellte sich als der Ex-Profi Kees Wijnen heraus, der nette Radsportgeschichten von Seinerzeit (Charly Gaul, Gerry Kneteman etc.) zum Besten gab. Es macht Spaß, sich mit solchen alten Haudegen zu messen.

Nächste Woche am Attersee gibt´s ein Wiedersehen – und sie werden sich revanchieren wollen!

Peter Kmetyko, 19.9.2015

Ergebnis

Sonntag, 30. August 2015

Peter Kmetyko: Weinviertel Radcup EZF Zistersdorfer Höhenstraße

Treitler, Lackner, Kmetyko
Sonntagmorgen machte ich mich auf die Suche nach der sog. Zistersdorfer Höhenstraße, die mir bis dato kein Begriff war. Irgendwo im Weinviertler Hügelland zwischen Zistersdorf und Maustrenk solle sie laut Beschreibung sein, Richtung Schrick verlaufen und der Start bei einem Marterl erfolgen. Hat ja alles gestimmt, bis auf den fehlenden Wegweiser nach Schrick. Da stand nämlich Geiselberg geschrieben. Jedenfalls erreichten einige Ortsunkundige (inkl. des Autors dieser Zeilen) Start und Ziel erst über einen Feldweg.

Gleich beim Aussteigen hat´s mir die Autotüre weit aufgerissen und mir so die Windverhältnisse dokumentiert. Lebhafter bis stürmischer SO-Wind. Abgesehen vom Wind ist die Streckenführung wegen ihres ständigen Auf und Ab anspruchsvoll und kräfteraubend. Das dürfte möglicherweise ein Grund der Teilnahme einiger Stars der ZF-Szene (Eibeck, Lackner, Rettegi etc.) gewesen sein. Ricci kam ganz aufgelöst ins Ziel und zeigte mir (s)einen roten Bauchfleck. Er dürfte von einer wilden Weinviertler Biene (oder war´s doch eine Wespe?) nieder gestochen worden sein. Das hat ihn Konzentration und Kraft gekostet. Spitzenplatz adé! (*)

Mein Ziel war es, im Hinblick auf das Attersee-ZF, die 20km durch zu ziehen. Dass es dann in der Seniorenwertung (beim WV-Cup alle über 50) der 3.Platz geworden ist, hat mich sehr gefreut.

Dank und Lob gebührt den Organisatoren, die die Veranstaltung souverän über die Bühne gebracht haben. Besonders die Streckenposten leisteten ganze Arbeit beim Beruhigen des motorisierten Verkehrs.

Peter Kmetyko, 30.8.2015

Ergebnis 

PS.  (*)  Richard:
„ Das Rennen bin ich gut angegangen und konnte auf den Vordermann aufholen. In der Abfahrt zur Wende fühlte ich auf einmal einen Stich im Bauch wie mit einer Injektionsnadel, hatte aber keine Zeit zu schauen, da mit 60km/h die Wende anzubremsen war. Noch geschaut wie der Abstand zum Vordermann ist und gesehen, daß wir gleich schnell waren. Dann ist mir etwas schlecht geworden und habe gemerkt, daß nichts mehr zusammenstimmt und einen Schmerz im Bauch verspürt. Habe dann 5km komplett rausnehmen müssen und gehofft noch ins Ziel zu kommen. Die letzten 5km ging es dann wieder halbwegs, anscheinend hatte sich das Gift verteilt. Im Ziel habe ich dann gesehen, daß mich irgendein Viech gestochen hatte. Muss wohl eine Kampfgelse in der Fremdenlegion gewesen sein. Die Zeit ist natürlich weit weg von dem, was man sich normal vorstellt, trotzdem noch 7. Gesamtrang und 5. In der AK überrascht.“