Kurzmeldung

17.Juni 2019
Der Velocita Blog ist jetzt 8 Jahre alt und hat etwas Speck angesetzt, den man nicht so leicht „wegoperieren“ kann. Es gibt viele Links auf Elemente des Blogs, diese sollen weiter funktionieren. Daher starten wir mit Beginn 2019


die alten Blogs sind dort über das „Archiv“ zu erreichen. Beiträge von Jänner bis Juni 2019 sind doppelt vorhanden (alter und neuer Blog).



15.Juni „Der Alpenrap“ naht    in einer Woche startet die Tour Transalp 2019
6.Juni Bregenz - Wien    Gerhards Österreich Rundfahrt
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Dienstag, 10. Juli 2018

Gerhard Pamperl: 24h „Ausfahrt“ am Slovakiaring

Und wieder sitze ich vor einem leeren Blatt Papier und versuche fast verzweifelt, das Erlebte in Worte zu fassen. Objektiv betrachtet habe ich mich bis jetzt vom Schreiben gedrückt und auf eine mahnende Nachricht von Hans gewartet („wo der Bericht bleibt“ - weil das 24h Rennen am Slovakiaring schon vor über einer Woche stattgefunden hat), die bis jetzt nicht gekommen ist.

Für mich ist es wie immer kein Rennen gewesen, sondern eher der Versuch herauszufinden, wo meine Grenzen sind, und was ich zu leisten im Stande bin. Deshalb bin ich auch als Einzelstarter gestartet. Die erste Herausforderung war für mich: was nehme ich alles zur 24h Ausfahrt mit? Das Rennrad :-D, Schläuche, Schuhe, Pumpe, Werkzeug usw. die Liste wurde immer länger und wie ich so auf den Haufen der vor mir lag sah, bin ich gefragt worden ob ich auswandern möchte. Noch einmal die Liste in Gedanken kontrollieren, nur nichts vergessen! Tja, und was isst man bei so einem/r Rennen/Ausfahrt ? Manche Einzelstarter kaufen Unmengen an Süßigkeiten und ernähren sich fast nur davon, mir würde es spätestens nach 2 Std. den Magen umdrehen. Ich bevorzuge Vollkorntoast mit Butter und Käse, hin und wieder einen Riegel, maaaaasssssseeeeeenhaft Bananen, und in die Trinkflaschen kommt ein isotonisches Getränk hinein. So bin ich 2016 das 24h Rennen am Nürburgring, und auch 2016 mein erstes 24h Rennen am Slovakiaring gefahren. Die Tage davor habe ich für meine Verhältnisse sehr viel Kohlenhydrate gegessen. Manch ein Ernährungsexperte wird gerade den Kopf schütteln, was für einen Blödsinn ich in mich hinein esse, aber für mich passt es, bzw. ich bin nicht beratungsresistent.

Am Tag des Starts bin ich gemütlich aufgestanden weil der Start erst um 12 Uhr erfolgt. Alles in das Auto eingeräumt, dreimal kontrolliert ob ich nicht eine Tasche oder gar das Rad vergessen habe, und los geht es Richtung Slovakiaring. Um ca. 10 Uhr bin ich angekommen und habe auch gleich die Box des Ketterechts Team gefunden, das mir dankenswerterweise Quartier gab. Wir kommen ins Gespräch wer was für ein Ziel hat, und ich meinte nur 200 km jeder Kilometer mehr ist eine positive Draufgabe. Insgeheim hatte ich mir aber ausgerechnet, dass sich 500km ausgehen müssten, falls Gesäß, Muskeln, usw. durchhalten. Als nächstes stand am Programm die Startnummer holen, befestigen usw. das Übliche halt was zu tun ist, und ich habe auch das Montieren ohne gröbere Verletzungen überstanden! Danach bin ich eine Runde am Ring gefahren, auf der langen Start/Ziel Geraden hatte ich Rückenwind (Gott sei Dank) und auf der Gegengeraden Gegenwind.


Die Zeit vergeht, es wird langsam 12 Uhr, der Start erfolgt im Le Mans Stil, ein Mannschaftsmitglied hält das Rad und man lauft über die Zielgerade zum Rad und fährt los. Bei mir war es so, dass ich es ans Geländer angelehnt hatte und hinüber spazierte, es ist doch eine Ausfahrt und kein Rennen. Die 4er – 6er Teams gaben gleich nach dem Start Vollgas, mit ein bisschen Glück konnte ich mich bei einer kleinen Gruppe von Einzelstartern, die nicht so schnell waren, dran hängen. Nach ca. 3-4 Runden werden meine Windschattenspender langsamer und ich drehe meine Runden alleine. In diesen Runden, konnte ich mich der Rennstrecke gut anpassen und fahre alles mit leichten Gängen. Die kleinen Erhöhungen der Rennstrecke, damit man ins Infield kommt, fahre ich vorne mit dem kleinen Kettenblatt, weil ich aus Erfahrung weiß, dass diese kleinen Steigungen zum Schluss der Ausfahrt am meisten schmerzen. So fahre ich meine Runden dahin, und pendle mich bei einer Rundenzeit von ca. 12 Minuten ein. Damit ich mich ein bisschen ablenke, zähle ich immer beim Gangwechsel mit. Nach einer gewissen Zeit wird das auch seeeehhhr eintönig. Hin und wieder versuche ich mich bei einer Gruppe dran zu hängen, weil ständig alleine gegen den Wind zu fahren ist mit der Zeit nicht angenehm, so purzeln auch manchmal die Zeiten, 10Min 30Sek oder 11 Minuten.

© jan melicher/jmphoto.sk
© jan melicher/jmphoto.sk
Nach 105 km und ca. 4 Std. Fahrzeit mache ich wie geplant die erste Pause. Flaschen wechseln und essen, mit den Mitstreitern plaudern und weiter geht’s. Runde um Runde fahre ich, hänge mit den Gedanken bei meinen nächsten Urlaub, gehe durch was ich zu Hause noch alles erledigen muss, und überlege mir eine Einkaufsliste was ich alles zum Essen einkaufen muss wenn ich vom Slovakiaring zurück bin, kurz gesagt, man hat viiieeeell Zeit.

Um ca. 18:30 Uhr fängt es an zu regnen daher mache ich früher als geplant eine Pause und ziehe die Regenjacke an. Der nächste Stopp wäre erst bei 210 km geplant gewesen da fehlten mir zu diesem Zeitpunkt noch ca. 30km. Leider habe ich meine Überschuhe vergessen, das bekommt ein Mitstreiter mit und borgt mir sein zweites Paar, ich bin wahnsinnig dankbar dafür!



Wieder zurück auf die Strecke, ich fahre weiter und der Regen wird stärker, nach 38 Runden fahre ich an die Box, ich bin bis auf die Knochen durchnässt, Spaß hat es keinen mehr gemacht, der Regen ist nämlich immer stärker geworden. Ich ziehe mir trockene Kleidung an und esse etwas, das Rennrad funktioniere ich kurzerhand zum Wäschetrockner um, ich überlege hin und her ob ich weiterfahre oder nicht, ich wäre gerne zumindest 40 Runden gefahren. Der Regen bleibt gleich stark, jeder der vom Ketterechts Team an die Box kommt meint nach ca. 50 Metern ist man komplett nass. 2016 habe ich den St. Pöltner Marathon bestritten, und bin 3 Std. nur im Regen gefahren, damals schwor ich mir, nie mehr im Regen ein Rennen zu fahren. Somit entschied ich mich nicht mehr zu fahren, die Gesundheit geht bei mir vor, stattdessen gehe ich Essen und schau Fußball WM, außergewöhnlich für mich, weil eigentlich habe ich mit Fußball nichts am Hut! Danach lege ich mich ins Auto und schlafe eine Runde, von dem Regen wache ich immer wieder auf, und versuche wieder weiter zu schlafen. Um ca. 6 Uhr in der Früh, stehe ich auf, es regnet........

Ich entscheide mich nach Hause zu fahren, es macht für mich keinen Sinn mehr hier zu bleiben. Langsam packe ich zusammen, und räume das Auto ein. Wie ich fertig bin und mich schon verabschiedet hatte, wird der Regen leichter. Edmund Kiss, der Veranstalter des Leithaberg Radmarathons versucht mich noch zu motivieren, die 2 Runden zu fahren damit ich die 40 Runden schaffe. Nur ich bin schon vom Kopf auf nach Hause fahren eingestellt, somit steige ich nicht mehr aus dem Auto aus, sondern fahre nach Hause. Wie ich erfahren hatte, hat es später wirklich aufgehört zu regnen und es wurde wieder kräftig gefahren, weshalb ich von der Platzierung zurück gerutscht bin. Ich ziehe meinen Hut vor allen Einzelstartern und Teams die bei dem Regen weiter gefahren sind! Zum Schluss habe ich noch bemerkt, dass mein Sattel seine besten Tage hinter sich hat, und ich einen neuen benötige, das ist eine größere Herausforderung, als eine 24h Ausfahrt.


Und jetzt wieder das Unwichtige, es wurde der 35. Platz, mit 38 Runden, 224.96 km, 28.53 km/h Schnitt, dafür habe ich 7Std 53Min 10Sek gebraucht. Sollte es nächstes Jahr, wieder eine 24h Ausfahrt am Slovakiaring geben, bin ich wieder fix dabei!


Was meine nächsten Pläne betrifft, bin ich mir noch nicht sicher, vielleicht fahre ich den Wachau Radmarathon mit, das überlege ich mir noch. Falls doch, vielleicht sieht man sich! :-)

Einen großen Dank an die Organisatoren und Helfer! “

Ride as much or as little, or as long or as short as you feel. But ride.” -Eddy Merckx
In diesem Sinne, Gerhard Pamperl, 10.7.2018

Sonntag, 17. Juni 2018

Gerhard Pamperl: Wieder einmal beim St.Pöltner Radmarathon

Eine Woche nach dem St. Pöltner Radmarathon, sitze ich vor meinem PC und kämpfe verzweifelt gegen meine erste Schreibblockade in meiner sehr sehr kurzen Laufbahn als Berichterstatter – hmm ... Blogger .... hmmm - ist ja wurscht, auf jeden Fall ist mir nyx auf Anhieb eingefallen was ich zu erzählen hätte :-( , obwohl ich es dem Hans versprochen hatte. Heute am Sonntag bin ich sie einfach los geworden, keine Ahnung weshalb.......ich gebe es zu, ich war einfach zu faul :-), aber bitte nicht weiter erzählen :-)

Also, der St. Pöltner Radmarathon stand vor der Tür und bei mir ging es wieder um die Goldene Ananas. Anders gesagt den inneren Schweinehund besiegen und mich selber ein bisschen zu quälen :-) Um 6 Uhr läutet der Wecker meines Handys, eigentlich ganz ein netter Ton, hört sich an wie die Sirene wenn Fliegeralarm in einem alten Weltkriegsfilm gegeben wird. Ich bin dann meistens bombensicher wach!! Noch schnell einen Kaffee trinken, alles ins Auto einpacken, vor allem den Seitenschneider ;-) sonst gibt es wieder gröbere Verletzungen bei mir, wie beim Neusiedler See Radmarathon (hier zum nachlesen), um 7 Uhr geht es ab nach St. Pölten.

Als ich von der Autobahn abfahre und rechts nach St. Pölten abbiege kommt mir der Gedanke, dass andere Menschen gerade aufstehen, sich gemütlich ein Frühstück machen, und sich auf einen Badetag bei ungefähr 30 Grad freuen. Und ich fahre zu einem Radrennen und möchte mich in der Hitze quälen. Nach kurzer Zeit war der Gedanke verflogen - etwas davon ist aber hängen geblieben.

In St. Pölten angekommen hinunter in die Tiefgarage auf die ich mich immer freue, weil das Auto von der Sonne nicht aufgeheizt wird und genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. Ich glaube ich habe noch nicht erwähnt, dass ich hier schon zum 3.mal fahre. Ich hatte 2015 und 2016 eine 3-stündige Regenschlacht auf die ich gerne verzichtet hätte, aber das ist eine andere Geschichte :-) Während ich mit meinen Startunterlagen zur Anmeldung gehe fällt mir ein, dass ich für den Chip Geld brauche - Blitzkneiser!!! - das Geld hatte ich im Auto vergessen. Wer es halt nicht im Hirn hat, hat es in den Beinen, in meinen Fall anscheinend noch zu wenig :-D (egal ob Hirn oder Bein :-D ) Diesmal hatte ich die Startnummer 1070, also es kann nur eine bessere Platzierung heraus kommen, mein Ziel war es den klassischen Marathon unter 3 Std zu fahren. Wie ich in der Tiefgarage meine Sachen herrichte, komme ich mit meinem Nachbarn ins Reden. Er erzählt mir so nebenbei, dass er am Tag vorher ein MTB Rennen gefahren ist und es in seiner Altersklasse gewonnen hat, und dass er deshalb hier nur die Classic Runde fährt. Er möchte aber heute auf das Podium fahren, weil nur unter die Top 10 zu fahren, da wäre er enttäuscht. Wie ich ihm dann erzählt habe dass ich unter 3 Std   fahren möchte, hat er sich wahrscheinlich innerlich zerkugelt. :-D Auf jeden Fall ist es für mich immer sehr nett, sich mit anderen über die Ziele zu unterhalten, egal wie hoch oder wie tief sie gesteckt sind.

Wie immer versuche ich mich warm zu fahren oder so ähnlich, die Story kennt ihr schon...nicht lachen....:-D Dann stelle ich mich beim Start an, zuerst werden die Leute ins Rennen geschickt, die die Extremstrecke fahren, danach wird das Frauen Rennen gestartet. Schön langsam rollt das Feld zur Startlinie und ich stehe ungefähr in der Hälfte des Feldes. Es wird bis zur ersten kleinen Steigung neutralisiert gefahren, danach geht es erst richtig los. Pünktlich um 9:45 Uhr wurde gestartet, und ein Tempo angeschlagen das für mich heftig war. Am Tacho 45 Km/h, und das bei einem neutralisiertem Start, kurz konnte ich mithalten, allmählich wurde ich von den Mitstreitern überholt, und fuhr dann mein Tempo weiter. Vor der ersten kleinen Steigung konnte ich mich einer Gruppe anschließen und bezwang die Steigung aus meiner Sicht ganz gut. Bis nach Rabenstein hatten wir einen stetigen Seitenwind der sehr nervend war, in Rabenstein bogen wir rechts ab zur ersten Steigung wo alle ihr eigenes Tempo fuhren.Bei meinem ersten St. Pöltner dachte ich, dass jetzt nur mehr eine Steigung kommt - falsch gedacht! Es geht kurz runter und dann links in einen längeren Anstieg. Diesmal war ich darauf eingestellt und nicht mehr so überrascht wie beim ersten Rennen. In diesem längeren Anstieg feuerte ich dann noch 2 Mitzis an die sich auch den Anstieg hinauf quälten. Bei der Labe bin ich diesmal vorbei gefahren, ich hatte erst kurz vor dem Anstieg etwas getrunken. Die Hitze machte mir zu schaffen, am liebsten fahre ich nämlich wenn es so um die 20-25 Grad hat, ich bin halt kein Südländer. :-) Nach der Abfahrt geht es in Richtung der zweiten Steigung, unsere Gruppe wird eingeholt und wir hängen uns an die Schnelleren dran. Ich hatte in Erinnerung, dass wir nun „schräge“ Schienen queren müssen auf denen ich 2016 bei Regen fast auf den Allerwertesten gefallen wäre. Alle scheren aus damit sie in einem rechten Winkel drüber fahren können - nyx passiert alles gut, weiter geht’s........ Am Fuße des Anstieges angekommen löst sich die Gruppe wieder auf, die einen fahren schneller, die andern langsamer. Wolken ziehen auf, ich freu mich innerlich wie ein kleines Kind, dass die Sonne nicht mehr so herunter brennt. Langsam kurble ich hinauf und überhole im letzten Teil der Steigung einen Mitstreiter. Oben angekommen....Yiippiii!!! geschafft, nur mehr eine kleine Steigung vor dem Ziel!!! :-)

Es geht wieder bergab, vor mir sehe ich 2 Mitstreiter, ich möchte sie auf der Abfahrt einholen, was mir nicht gelingt, ich kann nur den Abstand verringern. Unten angekommen sehe ich dass die Gruppe größer geworden ist, ich habe sie aber noch nicht eingeholt. Na dann hinterher, der Tacho zeigt bei mir wieder 42-44 km/h, nach 2-3 Kilometern hole ich sie ein und bemerke dass der Mitstreiter, den ich zum Schluss der Steigung eingeholt hatte auch aufgeschlossen hatte. So fahren wir Richtung St. Pölten und zur letzten kleinen Steigung, hier wird das Tempo erhöht. Ich gehe nicht mit, sondern fahre mein Tempo weiter, was klug war, weil den ersten Ausreißer hole ich noch kurz vor der Steigung ein und den zweiten überhole ich ungefähr in der Mitte der Steigung. Hinunter kann er aber wieder aufschließen und mich überholen, ich hänge mich in seinen Windschatten und so zieht er mich kurz vor dem Ziel. Beim ersten Kreisverkehr holen wir noch drei Mitstreiter ein, wir überholen sie nicht, anscheinend denkt er auch so wie ich, drei Plätze weiter vorne oder nicht ist auch schon wurscht, und weil es bei mir um die Goldene Ananas geht lasse ich mich nach der Brücke vor dem letzen Kreisverkehr zurück fallen, damit ich endlich ein Zielfoto von mir habe ohne dass ich verdeckt, oder sonst was bin. :-D

Notiz an mich: Beim nächsten Mal lächeln fürs Foto!!!!



Zufällig treffe ich meinen Mitstreiter noch in der Garage und bedanke mich für das Mitziehen im Windschatten.

Und jetzt wieder das Unwichtige ;-), es wurde der Platz 212, mit einer Zeit von 2 Std 44 Min 28 Sek, mit 29,2 km/h Schnitt. Ich habe mein Ziel mehr :-D als eine viertel Stunde * Räusper * :-D unterboten, ich war mit mir sehr zufrieden! :-D
Wer sich jetzt wundert, weshalb als Club „Mitzi and Friends“ steht: Nachdem der Club gegründet wurde, war ich einer der ersten Mitglieder.

Tja, was soll ich noch sagen...... ach ja, eine kleine Abkühlung, ist sich dann doch noch am sonnigen Sonntag Nachmittag ausgegangen :-)


Einen großen Dank an die Organisatoren, allen ehrenamtlichen Helfern, der Exekutive, der Freiwilligen Feuerwehr, den Rettungskräften usw….

Vielleicht sieht man sich am Slowakiaring, beim 24h Rennen, wo ich als Einzelstarter starte. Nein, ich bin nicht verrückt.......war das jetzt eine doppelte Verneinung?? :-) ;-)

“Ride as much or as little, or as long or as short as you feel. But ride.” -Eddy Merckx
In diesem Sinne, Gerhard Pamperl

Mittwoch, 2. Mai 2018

Gerhard Pamperl: Zum 2.Mal beim Neusiedler See Radmarathon

Letztes Wochenende war es für mich wieder soweit, der Neusiedler See Radmarathon stand am Programm, für mich das zweite Mal nach 2016. Für die meisten Teilnehmer ein Radrennen - für mich eine Ausfahrt mit mehreren 100 Leuten :-)  - da es bei mir um die berühmte Goldene Ananas geht und um mich selber zu quälen. Einen Fehler wollte ich trotzdem nicht wieder begehen, nämlich zu spät beim Start zu sein, da ich aus dem Block 3 startete, und nicht wie 2016 dem ganzen Feld hinter her fahren wollte.

Also bin ich schon um 6 Uhr (an einem Sonntag!!) aufgestanden, nach 2 starken Kaffee`s, das Auto beladen und ab Richtung Mörbisch.

Unten angekommen, Startnummer – 917 und Starter Sackerl geholt, Nummer am Rad und am Trikot befestigt, dann den Transponder montiert, und wie immer den Seitenschneider vergessen, dann werden die Kabelbinder mit dem Taschenmesser abgeschnitten. So geschickt wie ich bin, rutsche ich ab und schneide mir in die Fingerkuppe, blute wie S... Erste Hilfe Kasten auf und was suche ich vergeblich … ein Pflaster. Also muss ein Taschentuch her halten. Später erfahre ich von einem Sanitäter, wo ich mir ein Pflaster geholt hatte, dass in keinem Erste Hilfe Kasten, in einem Auto, ein Pflaster ist. Notiz: Pflaster ins Auto!!!

Verarztet kurve ich herum und versuche mich warm zu fahren, würde mich ein ambitionierter Amateur fragen was ich eigentlich mache und ich würde sagen warm fahren, würde er sich wahrscheinlich zu Tode lachen :-) Vor allem, weil ich mich schon um 9:20 Uhr, eine dreiviertel Stunde vor Rennbeginn in den Block 3 stellte, zwar genau hinter der Absperrung zum Block 2, aber warum fahr ich mich dann eigentlich warm, wenn ich wieder nur herum stehe ? :-)

Noch 5 Minuten bis zum Start ... 2 Minuten ... 1 Minute ... ein Gedanke schießt mir durch den Kopf ... Gesund ins Ziel kommen ... Los geht`s!

Nach ein paar Kurven, hinein in die Steigung in Mörbisch, mit kalten Muskeln :-) , es geht ganz gut, ich werde überholt, ich überhole andere, und dabei versuche ich eine größere Gruppe ausfindig zu machen, bzw. ein Radteam wo ich mich dran hängen könnte. Kurz vor dem Grenzübergang formiert sich eine Gruppe und ich kann mich dran hängen.

Vom Grenzübergang an begleitet uns eine ungarische „Weiße Maus“ und hält den Gegenverkehr auf, bzw. fordert ihn auf, weiter rechts auf das Bankett zu fahren.

Immer wieder bekomme ich harte Schläge über den Lenker in das Handgelenk bzw. in die Hand, weil ich wieder einmal in ein Loch gefahren bin, das ich in der Gruppe fahrend nicht gesehen hatte. Jeder versucht in der Gruppe die Fahrbahnschäden an zu zeigen, doch manchmal ist es einfach besser den Lenker fest zu halten.

Nach ca. dreiviertel der Distanz in Ungarn spaltet sich die Gruppe nach einer Steigung, ich kann den Anschluss halten und sehe zufällig ein bekanntes Gesicht, hin und wieder sehen wir uns im Winter auf der Bahn im Dusika Stadion, und so grüße ich ihn beim Vorbeifahren und er erkennt mich und grüßt auch zurück. In dem Moment meldet sich die Vernunft und meint „eigentlich ist er viel stärker als du, mach langsamer“. Dieser Gedanke ist aber nach 0.00001 Sekunden wieder von der Unvernunft vertrieben worden, also weiter mit der Gruppe und mithalten ... ich werde es später bitter bereuen ...

Beim Grenzübergang nach Österreich plötzlich ein Sturz vorne in der Gruppe, zwei Leute liegen am Boden, einer der gestürzten schreit zu den wartenden Polizisten wie er das machen konnte. Ich vermute die beschleunigende „Weiße Maus“ hat die zwei übersehen und dadurch vielleicht den Sturz ausgelöst, genaueres weiß ich nicht, weil ich weiter hinten gefahren bin. Das war auch der einzige Sturz den ich mitbekommen habe.

Kurz vor Podersdorf wurde das Tempo der Gruppe noch einmal erhöht und ich musste abreißen lassen. Ein weiterer Mitstreiter musste kurze Zeit später auch abreißen lassen, und ich sah dass er auf mich wartete, ich holte ihn zwar ein, nur irgendwie harmonierten wir nicht, und das lag an mir weil ich gerade sehr demotiviert war. Von hinten kam ein dritter dazu. Bis zum Kreisverkehr kurz vor Weiden ging es ganz gut, danach beschleunigte unser dritter Mitstreiter wieder, und ich wollte das Tempo nicht mit gehen, außerdem hatte ich beim Durchfahren des Kreisverkehres gesehen dass eine 5-6 köpfige Gruppe hinter mir fährt und ich wollte auf sie warten.

In Neusiedl hatten sie mich eingeholt und ich versuchte mich dran zu hängen, was mir auch bis zur nächsten kleinen Steigung gelang, dort verlor ich wieder den Anschluss. Jetzt kam auch noch ein teils heftiger Gegenwind dazu und ich war alleine unterwegs.

Dann registrierte ich aber, daß die vor mir fahrende vielleicht 25-50 Meter entfernte Gruppe alle Autos aufhielten und ich teils im Windschatten der Autos fahren konnte, langsam näherte ich mich der Gruppe und konnte wieder aufschließen. Kurz darauf bogen fast alle zur Labe ab, ich war aber so überrascht dass ich weiter fuhr und somit wieder alleine unterwegs war, und alleine gegen den Wind ankämpfte. Langsam holten mich vereinzelt die Mitstreiter von der Labe wieder ein, nur konnte ich das Tempo von keinem mitgehen. Der Ofen war aus ... nur mehr Überleben war angesagt!

Endlich in Schützen, jetzt sind es nur mehr 12 – 13 km! Yippiii! :-)

Durch Oslip durch und dann war ich für 10 Sekunden heftig frustriert! Von weitem erkannte ich schon über welche Steigung ich noch musste. Kurz und knackig, für mich in dem Moment so steil wie die Eiserne Hand. Zu einem neben mir fahrenden, der sich auch gerade quälte meinte ich nur ... und wenn ich das A…. Rad da hoch schieb ... im Endeffekt bin ich es dann doch gefahren, wobei die Muskeln meinten ... ich kann nimmer, und das Gehirn nur „Gusch“ sagte ...

Auf der anderen Seite hinunter, nach Rust, bin ich fast nur mehr gerollt und wurde von einer Gruppe eingeholt, wobei mich der Bekannte von der Bahn grüßte und meinte: jetzt fahren wir doch gemeinsam ins Ziel, was dann auch stimmte.

Falls es jemanden interessiert, es wurde Platz 450, fast 4 Std gerade aus, mit einem Schnitt von 31,2 km/h. Mein Garmin spuckte ein paar Minuten weniger aus, und einen Schnitt von 31,6 km/h, aber ich fahr ja um die Goldene Ananas, also wem interessieren 0.5 km/h im Schnitt ... MICH  :-)


Einen großen Dank an die Organisatoren, ehrenamtlichen Helfer, Exekutive, Freiwillige Feuerwehr usw.

Vielleicht sieht man sich beim St. Pöltner Radmarathon, wenn ich wieder um die Goldene Ananas fahre. :-)

“Ride as much or as little, or as long or as short as you feel. But ride.” - Eddy Merckx

In diesem Sinne, Gerhard Pamperl 2.5.2018

Donnerstag, 30. November 2017

Der erste Schnee in Wien

(c) Lubos Miklovic
Schon am 30.November - viel zu früh für mein Empfinden.

Die drohende Winterdepression vertreibe ich mit den Vorbereitungen für das heisseste Event des Jahres 2018, das 24h Rennen auf dem Slovakiaring.

Diesmal wird es im Gegensatz zu 2016 und 2017 Ernst - mit einer überraschenden Wendung wird die Zeit des Jammerns beendet :-) - Gerhard P. und Gerhard H. sind hoffentlich auch dabei!

Fotos (c) Tamas Toth

Donnerstag, 26. Oktober 2017

5 Jahre Velocita Geburtstagsausfahrt

Am Nationalfeiertag bei traumhaftem Herbstwetter eine gemütliche Greifenstein Runde mit Ausklang in der Poidl Hütte. Danke Schmucki und Familie, Gerhard H und Gerhard P fürs Mitmachen!

Alle Fotos

Sonntag, 13. August 2017

Gerhard Pamperl: Passau - Wien an einem Tag

Eigentlich wollte ich bei Herz Bewegt (eine Veranstaltung, bei der für herzkranke Kinder Spenden gesammelt werden) im Juni mitfahren, die Route wäre auch Passau – Wien gewesen. Da ich leider 4 Monate vorher verletzungsbedingt nicht trainieren konnte, war diese Veranstaltung gestorben.

Den ganzen Juni/Juli hatte ich im Hinterkopf, dass ich es doch probieren möchte, egal ob an einem Tag oder an zwei Tagen - wie mein Trainingszustand es zulassen würde - das lange Wochenende im August war für mich schließlich der richtige Zeitpunkt.

Die ganze letzte Woche immer wieder sämtliche Wettervorhersagen angesehen, die für Freitag Regen vorausgesagt hatten, dafür am Samstag in Passau noch leichten Regen, und dann dürfte bis nach Wien kein Tropfen Regen mehr fallen, das bei 20 – 25 Grad Temperatur, ideale Bedingungen für mich, ich hasse nämlich die Hitze!

Zwei Dinge musste ich noch erledigen, ein Zimmer für die Nächtigung von Freitag auf Samstag und ein Bahnticket mit Fahrradmitnahme. Wobei sich das Bahnticket mit Fahrradmitnahme als gröberes Problem heraus stellte als ich dachte, fast wäre die ganze Unternehmung deswegen gescheitert. Man muss dazu wissen, das ich seit gut einem Jahr nicht mehr mit der Bahn gefahren bin, und keine Ahnung davon hatte wie schwer es ist, im Railjet kurzfristig ein Rad mit zu nehmen. Eine gute Bekannte half mir beim Bestellen und mit Glück hatte ich das Ticket in der Tasche. :-)

Am Freitag um 17:30 Uhr war es soweit, mit dem Zug hinauf nach Passau, die Fahrt im Railjet und im Rex war sehr kuschelig :-) , da der Railjet komplett überbucht war, mussten sehr viele Personen im Stehen die Fahrt genießen, so wie ich. Im Rex war es besser, da hatte ich einen Sitzplatz, nur mein Rad hätte ich fast nicht mitnehmen können :-)

Pünktlich um 19:23 Uhr bin ich in Passau angekommen und ab in die Pension Gabriele, die auf einem Berg liegt, natürlich wie sollte es anders sein, habe ich mich verfahren und dann nicht die gemütliche Auffahrt erwischt sondern die herausfordernde :-). Ein paar tiefe Lungenzüge später, wurde ich sehr nett von der Chefin begrüßt und sie bot mir gleich an, dass ich mein Rennrad auf das Zimmer mitnehmen kann, ich kann die Pension nur empfehlen.

Am Samstag in der Früh war es dann soweit, ich wollte um 5 Uhr los fahren und bin deshalb schon um 4 Uhr aufgestanden. Da es in der Früh kühl war, habe ich gleich aus dem Rucksack die Ärmlinge, Knielinge und die langärmlige Jacke heraus gesucht und angezogen, Trinkblase noch mit Wasser aufgefüllt und die zwei Flaschen am Rad mit Isotonischen Getränken gefüllt, schlussendlich ging es dann um 5:15 Uhr los. Ich konnte mein Glück nicht fassen, die Straßen waren zwar nass, jedoch kein Regen in Passau. Mit Licht ging es dann am Radweg die ersten Kilometer dahin.

Nach ca. 45 km um ca. 7 Uhr war ich dann bei der Quer Fähre Au – Inzell, ich dachte, ich mache bis um 7:30 Uhr Rast, laut Internet ist sie erst ab dieser Uhrzeit in Betrieb. Plötzlich kommt der nette Fährmann und meint er hätte mich gesehen ob ich nicht gleich hinüber möchte, klar doch!! Am anderem Ufer angekommen, wird die Pause fortgesetzt. :-)

Gestärkt für die nächste Etappe bin ich wieder los gefahren, Ziel war es bis nach Linz zu fahren und dort meine nächste Pause einzulegen. Das Wetter passte perfekt, viele Wolken , kein Regen. Linz hatte ich erreicht, irgendwie lief es gerade gut und ich wollte nicht stehen bleiben, deshalb fuhr ich noch bis Mauthausen und machte dort Rast, zufällig entdeckte ich dort auch noch einen Wasserspender und somit wurden alle Flaschen aufgefüllt. Wie ich wieder los radelte, merkte ich, dass ich nicht gleich in Schwung komme, und ich brauchte sicher 2-3 km bis ich wieder meine Reisegeschwindigkeit erreicht hatte.

Nächste Rast gibt es wieder in Ybbs, bzw. beim Kraftwerk Persenbeug. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten auf Tempo zu kommen, ging es bis zum Kraftwerk ganz gut, und ich machte wieder Pause.

Eigentlich wollte ich keine Rast in Melk machen, da ich einen Wasserspender erspähte blieb ich doch stehen und füllte meine Vorräte auf und machte dann auch noch ein Foto. Weiter ging es Richtung Mautern, was sich für mich als das zäheste Stück heraus stellte. Ich kannte es vom Wachauer Radmarathon, hatte es aber nicht mehr so im Kopf. Endlich durch Mautern durchgefahren, die erste Tafel mit Tulln gesehen was für mich ein leicht erhebendes Gefühl war. Leider kam dann gleich die nächste Tafel wo oben Stand noch 35km, nicht so erhebend.

Irgendwo zwischen den zwei Städten habe ich dann noch eine Pause auf einer Bank eingelegt, weil mein Garmin schrie, dass der Akku fast leer war, und ich ihn mit einen Akkupack versorgte. Weiter geht es! In Tulln angekommen, wusste ich, dass ich es schaffen werde, noch kurz stehen bleiben, beim Wasserspender die zwei leeren Flaschen auffüllen.

Beim Kraftwerk Greifenstein vorbei, auf einer Strecke nach Wien, wo ich schon jeden Kieselstein kenne, Heimat halt :-) Was soll ich sagen, von der Rossauerlände den Ring entlang, nach Hause zu mir, nach Vösendorf, habe ich es nur mehr genossen. :-)

Für mich war es eine Herausforderung, nach vier Monaten Pause ohne Training diese Reise zu unternehmen. Ich habe wieder meine Grenzen ein wenig verschoben und bemerkt wozu man fähig ist wenn man es nur möchte.

Jetzt noch die Fakten: 323km, Zeit im Sattel 11 Std. 47 Minuten und ein paar zerquetschte Sekunden, 535 Hm, Geamtzeit 14 Std 12 Minuten eh schon wissen... :-), Schnitt 27,4 Km/h
Der Strava Link

Gerhard Pamperl, 13.8.2017

Freitag, 30. Juni 2017

24h Slovakia Ring – Brütende Hitze und stürmischer Wind

Fotos (c) Slovakia Ring
Wer voriges Jahr dachte „heißer gehts nimmer“ hat geirrt: 37 Grad, lebhafter Wind.

Gerhard H. gut trainiert aber kein Freund extremer Hitze hat nach ein paar Stunden die Quälerei beendet - Gesundheit geht vor - die richtige Entscheidung! Gerhard P. musste wegen großen Trainingsrückstands nach Verletzung seinen Startplatz leider verfallen lassen – der ideale Einspringer 24h Veteran Josef Z. konnte leider wieder keinen Urlaub bekommen.

Gratulation an alle Finisher! Einige Österreicher konnten Top-Platzierungen erreichen: Benjamin Brodesser Solo 5. mit 621 Km, das 4-er Team Ketterechts (de Zordo, Müller, Gemmato, Klemm) 4. mit 864 Km, das 2-er Team Uniqua (Ullram, Czermak) 2. mit 787 Km, 4-er Damen RC Trumau (Homeier, Kratochwil, Schügerl, Konvalinova) 1. mit 621 km

Ergebnisse Klassen
Rundenzeiten

Fotos:  retepcairud     Slovakia Ring      Tamas Toth
Zeitraffervideo      Blog von ketterechts (Cristian Gemmato)

Donnerstag, 15. Juni 2017

Feiertagsrunde mit neuem Mitglied Gerhard

Welcome Gerhard P.!

Nach 4-monatiger verletzungsbedingter Pause hat Gerhard eine REHA Runde vorgeschlagen, ideal für mich Dauer-Rekonvaleszenten :-)

Tulln und retour bei traumhaftem Wetter, sehr gemütlich, mit dabei die Ehrenmitglieder Andi K. und Josef Z.