Donnerstag, 11. Oktober 2018

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Peter Kmetyko: Saisonbilanz

Mein Mtb-Unfall vom 24.2.2018 (Trümmerfraktur des li. Unterschenkels) ließ die Rennsaison 2018 platzen. So wurde ich gezwungen, mir ganz einfache Ziele zu setzen, die da lauteten: Gehen lernen, Muskel aufbauen und positiv denken.

3 Monate Liegegips mit anschließender Reha hinterließen mentale und körperliche Spuren. 
Erst ab Anfang Juni durfte ich 20 Min mit 80 Watt auf dem Ergometer strampeln. Konsequent versuchte ich den Reha-Plan umzusetzen und wenn ich glaubte, mehr machen zu müssen, damit „es schneller geht“, wurde mir prompt vom Körper mit Schmerzen signalisiert, dass das kontraproduktiv sei. So lernte ich, in meinen Körper besser hinein zu hören und mit der Belastung flexibel umzugehen.

Mitte Juli spürte ich sukzessive den Kraftzuwachs und die höhere Belastbarkeit des linken Beines. Meiner ersten Ausfahrt mit dem Crosser am Marchfeldkanal stand nichts mehr im Wege. Es folgten noch einige Testfahrten bis ich wieder mein geliebtes Arbeitsgerät, das Rennrad ausführen durfte.

Von da an ging´s steil bergauf. Am 24.7.2018, genau 5 Monate nach der OP, radelte ich frequenzorientiert auf den Mendelpass, ein paar Tage später auf das Stilfserjoch. Ohne Druck, just for fun. Herrlich. Einige Pässe und immer längere Ausfahrten während unseres Südtirolurlaubes folgten.

Schon begann ich Pläne zu schmieden für den Wiedereinstieg ins Renngeschehen mit Ende September. Da ich meine Wattwerte aus der vergangenen Saison kenne, durfte ich mir nicht zuviel erwarten. Dennoch strebte ich an, beim EZF der Trirunners ein Comeback zu geben. Ein entzündetes Zahngewebe mit darauffolgender Kiefer-OP einen Tag vor dem Rennen holte mich auf den Boden der Realität zurück. Aber, wer weiß, vielleicht war das wiederum ein Signal meines Körpers, nichts zu überstürzen?

Warum ich diese Zeilen schreibe?

Beim EZF der Trirunners am 29.9.2018 als Betreuer von Marianne und Fan an der Strecke saugte ich die einzigartige Rennatmosphäre auf, feuerte besonders alle mir vertrauten Teilnehmer an und genoss den anschließenden Plausch bei der Siegerehrung am Zobelhof mit Walter Kovarik, Gerald Leutgeb, Wolfgang Rezek alias Holzwurm etc. Dieser beeindruckende Saisonabschluss entfacht in mir zusätzliche Motivation, weiter hart an mir zu arbeiten, damit ich 2019 wieder in den Rennzirkus einsteigen kann.

See you in Ybbs 2019!

Peter Kmetyko, 3.10.2018

Marianne Kmetyko-Huber: „Weil`s ausgfahren g`hört“ – das traditionelle EZF der Trirunners Baden zum Saisonabschluss

Leider war ich zu meinem geplanten Saisonhöhepunkt, dem King oft the Lake, erkältet. So kam dieses EZF gerade recht um noch einmal in diesem Jahr Rennluft zu schnuppern.

Die Trirunners Baden organisierten eine tolle Veranstaltung mit immerhin 60 Teilnehmern, davon 14 Frauen (!). Die Strecke von Grossau auf den Zobelhof ist den Teilnehmern des WW-Cups bekannt und sehr selektiv. Bei Sonnenschein und kräftigem Gegenwind wurde der rauhe Belag, der sich bis zum finalen Anstieg dahinschmiert, gespickt mit giftigen Wellen, zur Herausforderung. Dem nicht genug, hatte ich die meiste Zeit mit der Schaltung zu kämpfen.

Letztendlich hat sich die Anstrengung gelohnt: 1.Platz AK W 50+, schnellste Frau gesamt.

Marianne Kmetyko-Huber, 3.10.2018


Dienstag, 18. September 2018

Richard Rettegi: King of the Lake 2018

Nachdem ich heuer einige Kritik einstecken durfte, als ich den Plan für den King of the Lake Bewerb präsentiert hatte, dürfte doch einiges richtig gelaufen sein. Wir haben 9 Trophäen vom King of the Lake mitnehmen dürfen.

Zur Vorgeschichte:
Nachdem wir 2016 und 17 mit einer Männermannschaft schon am Podest gestanden sind und aus Not in der Mannschaft Kollegen ersetzen mussten, waren wir heuer in der Zwickmühle 7 starke Fahrer für ein 4er Team zu haben. Was macht man da als sportlicher Leiter des RC ARBÖ Wienenergie Röhsler und Co um das Maximum herauszuholen. Die Jungs Qualifikation fahren lassen ? Das wäre eine Möglichkeit, sicher das absolute Maximum, aber dann stehen 3 da und müssen zusehen. Das wollte ich nicht. Mein Ziel war es allen die Chance auf ein Podium zu geben. Daher musste ich ein Mädel auftreiben, das das Tempo der Jungs überleben kann. Somit war das Projekt Mixed Mannschaft geboren. Alle waren etwas skeptisch, aber ich habe gewusst, da ja mindestens einer schon die Jahre vorher mit mir gefahren ist und die Taktik bei dem Rennen kennt, dass es sich für das Podium ausgehen kann.

Ca. 4 Wochen vorher wurden die Mannschaften dann zusammengestellt und haben auch nur in dieser Besetzung trainiert. Alles andere wäre nicht sinnvoll gewesen. Somit hat es geheißen, nicht mehr krank werden, verletzen etc. Das hat super funktioniert. Die Jungs der Männermannschaft sind im Vorfeld einige Straßenrennen gefahren und waren ganz vorne zu finden. Ein sehr gutes Zeichen. Die Mixed Mannschaft hat sich separat vorbereitet ohne Rennen, dafür mehr mit Teamtraining und Technik. Für mich persönlich waren die Tage vor dem Rennen schon sehr hart, ich hatte es vielleicht fast übertrieben mit den Rennen, Training und musste mich wirklich davon erholen, hatte noch dazu schlecht geschlafen, da sich das Rennen im Kopf festgesetzt hatte. 2 Tage vor dem Rennen hat der Körper aber grünes Licht gegeben und der Druck am Pedal war wieder da. Mit dem Zimmerkollegen Wolfgang Eibeck (der Gesamt 2. wurde - unfassbare Leistung ) noch am Vortag anreizen gefahren. Das Tempo war teilweise schneller als wir es mit der Mannschaft fahren konnten, hat dazu beigetragen am Renntag optimale Beine zu haben.

Als erstes startete die Mixed Mannschaft mit Karl Koller, Satzer Georg, Manfred Rappold und Lisa Lackner. Erzählungen zufolge kamen sie gut ins Rennen hinein und haben einen guten Speed erreicht. Teilweise konnte Lisa sogar durch die Führung gehen, dafür hat sie meinen großen Respekt. Gegen Ende hatte die Mannschaft ordentlich zu kämpfen und Georg bekam leichte Krämpfe. Mit letzten Aufbäumen schossen sie auf die letzte Kurve zu, mussten aber leider bremsen, da ein langsames Team sie behinderte. Im Ziel fehlte ihnen eine Sekunde auf Platz 2. Das ist zwar im ersten Moment ärgerlich, aber ich sehe das anders. Sie haben das Podium nicht gerade mal erreicht sondern die 4. um 45 Sekunden abgehängt und verdient das Podium erreicht.

Als nächstes ging unsere Mannschaft an den Start. Stephan Stindl, Staber Gerald, Artenjak Bernhard und ich. Mit der gleichen Taktik wie die letzten Jahre fuhren wir recht langsam kontrolliert über den ersten Hügel los und beschleunigten dann erst auf Highspeed. Die erste Hälfte mit leichtem Gegenwind, aber eher flach absolvierten wir mit über 45km/h Schnitt. Wir rauschten an vielen Mannschaften einfach vorbei. In der einen Ortschaft war eine Messtafel, die zeigte 49km/h, das machte ich mir kurz Sorgen, denn letztes Jahr waren wir da mit 56 laut Video unterwegs. Ein kurzer Blick am Tacho, 53,5km/h. Ok das passt. Dann holten wir das VICC Team ein, das uns noch die 2. Hälfte ein wenig zum Nachdenken brachte. Bei den Geschwindigkeiten über 50 reicht ein Windschatten schon einige Meter nach hinten, diesen konnten sie etwas nutzen und blieben an uns dran. Da sie ja vor uns gestartet waren, kein Problem. Ich hatte die Order ausgegeben und mehrfach den Jungs gesagt, dass wir die Hügel auf der 2. Hälfte nicht voll fahren werden, sondern mit der gleichen Belastung wie auf der Ebene. Sonst kann man nach den Hügel nicht mehr beschleunigen und wieder Zug in den 4er bekommen. So war es etwas lustig wie bei manchen Hügeln das VICC Team aus dem Windschatten bergauf attackierte und an uns vorbei fuhren. Ein Ordnungsruf bei uns, sich nicht verrückt machen zu lassen und Ruhe zu bewahren zahlte sich aus. Wir konnten nach den Hügeln immer wieder extrem Geschwindigkeit aufbauen und ein hohes Tempo anschlagen. Bei ca. 10km vor dem Ziel musste leider Stephan mit Krämpfen abreißen lassen. Uns drei war das aber fast egal, mittlerweile fast das Ziel vor Augen gab es kein Taktieren mehr. Nur noch Vollgas. Der 13% Stich wurde mit dem großen Blatt drübergefahren, heuer so schnell, dass ich den fast nicht gemerkt habe. Auch der letzte Anstieg beim Hotel ca. 3km vor dem Ziel ging heuer absolut voll. Ich fuhr hinauf wie wenn das Ziel auf der Kuppe gewesen wäre, die Jungs verlängerten hinunter zur letzten Kurve, die noch ein Risiko darstellte. Die letzten 500 noch im Sprint und durchs Ziel. 1:03 irgendwas.

Davon haben wir in der Früh gesprochen 1:03:30 wäre als Siegerzeit schon mal ok. Da hab ich nur müde gelächelt. Jetzt sind wir aber in dieser Region unterwegs gewesen. Dank Livetiming haben wir mal geschaut, wie es momentan aussieht. Nach kurzer Hektik alles gefunden und gesehen, dass wir in Führung liegen. Meine Kollegen glaubten dem aber nicht, da sie so wenig damit rechneten wie ich. Viele Mannschaften kommen nicht mehr hinter uns, das wusste ich anhand der Startliste. Wenig später nach dem Ausrollen beim Auto schon der Anruf und Gratulation, dass wir gewonnen haben. Hinter mir die Kollegen sind genauso ausgezuckt wie ich. Ich habe das mehrmals auf der Homepage kontrolliert und nicht geglaubt. Heuer waren so viele starke Mannschaften unterwegs mit dem Straßenmeister 2017, Paul Lindner, Kohl Racing, RC Perg….

Erst als wir den einzigartigen Pokal in Form des Sees in der Hand hatten, hab ich es auch geglaubt. Ich bedanke mich bei der kompletten Mannschaft für den Eifer und die Disziplin, die diesen Erfolg ermöglichten. Es ist ein Wahnsinn mit euch Rennen fahren zu dürfen.

Das Rennen war aber nicht zu Ende, jetzt ging es los mit den Einzelstartern.

Kurt Schindler, der heuer ein Jahr hatte, wo er eigentlich schon aufhören wollte und den Startplatz erst einige Tage vor dem Event erhielt, fuhr ein ausgezeichnetes Rennen. Platz 16 in der U70 Wertung mit 1:20h. Das sollte doch einige Motivation für nächstes Jahr bringen.

Grünzweig Peter mit dem Rennrad erreichte Platz 28 in der U50 Wertung. Die Zeit aber echt der Hammer. 1:14.55 und knapp 38km/h Schnitt für ein Rennrad, welches fast wie ein Flugzeugträger im Wind steht gegenüber einem Zeitfahrrad.

Christian Staudiger hatte auch kurz zuvor einen Startplatz bekommen, er fuhr heuer bei den Straßenrennen bärenstark. Dies konnte er auch hier zeigen mit Platz 8 und 1:09:58 bei den U40. 40,5km/h Schnitt mit dem Rennrad muss erst einmal einer nachmachen.

Gegen Ende des Rennens wurde es noch einmal spannend. Eva Hipfinger laut Livetiming stark unterwegs bei den Zwischenzeiten knapp an der führenden Dame dran. Gegen Ende musste sie leider in den Hügeln etwas nachlassen und verlor etwas Zeit. Am Ende ging sich der ausgezeichnete 2. Platz am Podium aus. Dafür, dass sie im Frühjahr gemeint hatte „beim King brauch ich mich gar nicht hinstellen, das wird nix“ ein unglaubliches Ergebnis.

Zum Abschluß: Für die Führung des Vereins war dieses Event als Highlight bewertet worden und hier so viele Mitglieder mit starken Leistungen zu sehen macht uns alle sehr stolz. Kurz nach dem Rennen habe ich von sehr vielen Leuten schon Glückwünsche für unsere Leistungen bekommen, die ich hier im Namen deren weitergeben möchte.

Richard Rettegi, RC ARBÖ Wienenergie Röhsler und Co, 18.9.2018

Sonntag, 26. August 2018

Senioren Radweltpokal in Tirol

Unser unverwüstlicher Freund Walter Kovarik (Jahrgang 1938) war letzte Woche beim Weltpokal in St.Johann im Einsatz. Gratulation an Walter zu seiner Zähigkeit und den Leistungen!

Hier sein Bericht über die 3 Rennen in der Klasse bis 80 Jahre:

Nachdem ich nur wenig trainiert hatte machte ich mir keine Hoffnung meinen Wunsch einmal unter die Top 10 zu kommen zu erreichen.

20.8. Vintage Cycling Classic World Championship Straßenrennen 40 km.
Am Start waren 31 Fahrer und als ich die Namen gesehen habe dachte ich mir das wird kein Platz unter den ersten 20 werden. Mit der Spitze am ersten Berg mitzukommen war nicht möglich. Ich fuhr in einer 4 Mann Gruppe, wurde zweiter im Spurt und es war dann ein 19. Platz. Also erstmal hier in den Preisen.

Ergebnis

22.8. Masters Cycling Classic World Championship Zeitfahren 20 km. 
Am Start waren 19 Fahrer. Ich hatte trotz nur einem Tag Pause einen guten Tag und fuhr als neunter in die Top 10. Es war eines meiner besten Zeitfahren und der Wunsch Top 10 ging in Erfüllung. 

Ergebnis

24.8. Masters Cycling Classic World Championship Straßenrennen 40 km. 
Am Start waren 36 Fahrer. 
Wieder nur ein Tag Pause und da ging es am ersten Berg nicht mehr so gut. In einer drei Mann Gruppe konnten wir noch einen Fahrer vor uns einholen. Auf den letzten Kilometern hat dieser aber nicht mehr viel geführt und so konnten noch andere aufschließen. In einem taktisch guten Spurt kam  als dritter über die Linie und erreichte damit den 21. Platz. Auch mit dem Ergebnis war ich nach einem starken Rennen voll zufrieden. Habe also mehr erreicht als ich mir vorher dachte. 

Ergebnis