Kurzmeldung

17.Juni 2019
Der Velocita Blog ist jetzt 8 Jahre alt und hat etwas Speck angesetzt, den man nicht so leicht „wegoperieren“ kann. Es gibt viele Links auf Elemente des Blogs, diese sollen weiter funktionieren. Daher starten wir mit Beginn 2019


die alten Blogs sind dort über das „Archiv“ zu erreichen. Beiträge von Jänner bis Juni 2019 sind doppelt vorhanden (alter und neuer Blog).



15.Juni „Der Alpenrap“ naht    in einer Woche startet die Tour Transalp 2019
6.Juni Bregenz - Wien    Gerhards Österreich Rundfahrt
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Mittwoch, 20. Februar 2019

Michael Schenk: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Ein Wochenende zwischen Lippischer Palme, Kohlwürsten, Mettendchen und Laktat – 1. Termin mit Teamplasmatreat – Leistungsdiagnostik bei Fit-2b Freitagabend stand eine lang geplante Einladung bei unserer lieben Freundin Mona am Programm. Mit etwas Bauchweh trat ich die Fahrt an, wusste ich doch: Mona meint es gerne gut. Und es kam wie es kommen musste – Mona meinte es gut. Eine Riesenschüssel Grünkohl – auch genannt Lippische Palme – Kohlwürste und Mettendchen (eine Westfälische Mettwurst) wurden aufgetischt. Und weil es Mona gut meinte, animierte sie mich immer wieder an, noch zuzugreifen. Irgendwie erinnerte sie mich dabei an Didi Senft – nicht von Aussehen, sondern in der Art wie sie mich anfeuerte! Danach gab es Heiße Liebe, nicht mit Mona, sondern mit Vanilleeis und heißen Himbeeren, na ja zumindest ohne Schlagobers, oder wie die Deutschen sagen Schlagsahne. Aber wie meinte schon der österreichische Schriftsteller und Satiriker Karl Kraus seinerzeit „Das Einzige, was die Österreicher und Deutschen trennt, ist die deutsche Sprache.“

Foto A. Buske
Samstag vor dem Aufstehen den Ruhepuls gemessen – 45 – alles im grünen Bereich. Die Ernüchterung dann auf der Waage, 0,7 Kg mehr als am Vortag! Tja das Gegenteil von gut ist eben gut gemeint... Und heute stand die Leistungsdiagnostik bei Angela Buskes Fit-2b https://www.fit-2b.de/ auf der Tagesordung, der erste Termin beim Team Plasmatreat. Angela ist gebürtige Waldviertlerin, also kein Problem so zu sprechen, wie mir der Schnabel gewachsen ist . Gleich positiv fällt mir, neben der schönen Praxis, auf, dass der Ergometer für den Test Rennradgeometrie hat. Anders als bei meinen bisherigen Tests im AKH, wo ich mich wie auf einem Esel fühlte und ich mit normalen Sportschuhen antrat. Während ich mich umziehe hat Angela auch schon meine Pedale montiert und rasch ist eine richtig gute Position eingestellt. Also kanns losgehen mit dem Test, beginnend bei 80 Watt in 20er Stufen jeweils drei Minuten. Ich fühle mich gut, der Puls steigt langsam und stetig mit jeder Stufe an. Schließlich schaffe ich noch zwei Minuten bei 320 Watt. Angela zeigte sich angesichts meiner Performance recht zufrieden.

Da kommt auch schon der nächste „Proband“, Peter vom Plasmatreat-Firmenteam, und tritt in die Pedalen, während ich mit Angelas Mann Lukas plaudere. Angela und Lukas hatten sich über das Alpecin-Jedermannteam kennengelernt und so verschlug es Angela wie mich von Österreich nach Ostwestfalen!

Abschließend erläuterte uns Angela noch die Testergebnisse, die im Wesentlichen meine Trainingsphilosophie fürs Wintertraining bestätigten: Grundlage, Grundlage, Grundlage. Wie sagte auch schon Robert Csenar, die österreichische Radsportlegende aus den 60er und 70ern, seinerzeit zu mir als junger Rennfahrer: „Die Rennen im Sommer werden im Winter gewonnen!“ Robert war auch bis ins hohe Alter noch Stammfahrer bei der „Boschbergpartie“, der Trainingsgruppe im Süden Wiens. Nicht einmal fuhren wir, auch bei etlichen Minusgraden, Seite an Seite und Robert berichtete Spannendes aus seinem Rennfahrerleben. Schließlich war er unter anderem mehrfacher Staatsmeister und Etappensieger bei der Österreich-Rundfahrt gewesen.

Angela wird nun auf Grund der Testergebnisse die Trainingsplanung vornehmen, welche über die Plattform web4trainer kommuniziert wird.

Nach dieser ersten äußerst positiven Erfahrung mit dem Plasmatreat-Team freue ich mich schon auf das erste Teamtreffen am 2. und 3. März mit Sponsoren und Presse in der Firmenzentrale in Steinhagen, wo ich die restlichen Teammitglieder kennen lernen werde. Und da warten dann auch noch unsere Bekleidung und die Kuota-Fahrräder auf uns – es bleibt spannend – ich werde laufend berichten und nicht vergessen: den einen oder anderen übrigen Euro für die Kinderpalliativabteilung Bethel zu spenden http://www.team-plasmatreat.de/betterplace.html – jeder Euro hilft! Der Weg nach Hause! Ich danke euch schon jetzt!

Michael Schenk, 20.2.2019

Dienstag, 12. Februar 2019

„Der Weg nach Hause“ – Tour Transalp 2019 zu Gunsten der Kinderpalliativabteilung Bethel Bielefeld

Freitagabend – Feierabend – Wochenende – einen entspannten Blick in die Lippische Landeszeitung machen. Routinemäßig erst mal den Sportteil, 1. Seite Fußball – ist klar ne, also weiter um vielleicht doch etwas über die österreichischen Wintersporterfolge zu lesen? – Plötzlich erblicke ich ein großes Foto mit Radsportlern – was´n da los und das im Winter? Das Profiteam des großen Bielefelder Sponsors ist es jedenfalls nicht … Überschrift „OWL-Auswahl fährt für todkranke Kinder“ Von Zeile zu Zeile steigert sich mein Interesse – das klingt doch wirklich mal nach einer spannenden Sache: Die Firma Plasmatreat aus Steinhagen sucht Teamfahrer für die Tour Transalp mit dem Zwecke Spenden für das Ambulante Palliativteam im Kinder- und Jugendhospiz Bethel zu sammeln! Das berührende Motto: „Der Weg nach Hause“ Und dann steckt da auch noch ein „Stückchen“ Österreich in Form der Trainerin Angela Buske, welche, so wie ich, aus Herzensgründen nach Ostwestfalen siedelte, mit drin. Folge: Schlaflose Nacht, Gedanken sammeln für die Bewerbung. Samstagmorgen gleich mit meiner Frau Steffi gesprochen, ok geholt, weil eins ist klar: Da würde einiges an gemeinsamer Zeit flöten gehen zu Gunsten dieses Projekts. Danach gleich die Bewerbung auf der Teamseite abgegeben und ab dann gespannt auf das Ende der Bewerbungsfrist Ende Januar gewartet? Mitnichten – unter dem Motto von nix kommt nix gleich mal begonnen Trainingskilometer zu sammeln. 714 Kilometer und 5800 Höhenmeter bei Wind; Wetter und manchmal auch Dunkelheit durchs Lipperland habe ich so im Januar gesammelt. Und ja: auch 1 (in Worten: eine) Stunde auf der Tacxrolle :-) Ist halt nicht so meins … Sonntag 3. Februar, die Spannung steigt – das Wetter, na ja nicht gerade einladend zum Radeln, + 3 Grad, windig, aber zumindest trocken. Also rauf aufs Rad und eine dreistündige Tour bergauf, bergab durchs schöne Kalletal. Ein kurzer Fotostopp beim „Bergstadion Blau-Rot Kükenbruch“ – der musste aber sein!



Ich komme heim und was ist: meine Frau erwartet mich freudestrahlend – immer schön - diesmal aber besonders schön: Angela hatte wegen der Bewerbung angerufen! Also kurz eine wärmende Dusche und dann der Rückruf bei Angela, welche mich zur Bewerbung „interviewte“. Ich war jedenfalls im engsten Auswahlkreis fürs Team! Was dann folgte waren drei Tage des Bangens, des Hoffens – diese große Chance – ich wollte unbedingt dabei sein! Dann Mittwochabend der erlösende Anruf: Angela teilt mir mit, ich bin DABEI! Der Fels, welcher mit vom Herzen fiel, muss mindestens in ganz Ostwestfalen-Lippe zu hören gewesen sein  Ich freue mich so riesig, diese Chance auf meinen „alten“ Tagen nochmal zu bekommen! Am 2. März findet die Teampräsentation am Sitz der Firma Plasmatreat in Steinhagen statt. Der Hauptsponsor des Teams ist ein Familienunternehmen mit weltweit 250 Mitarbeitern, es entwickelt und fertigt Plasmaaanlagen, Firmen wie VW, Ford, BASF und Miele zählen unter anderem zu den Kunden. Teammanager David Buske hat zusammen mit Angela einiges auf die Beine gestellt. So werden wir Fahrräder von Kuota zur Verfügung gestellt bekommen, Kalas, die Marke des frischgebackenen Crossweltmeisters Mathieu Van der Poel, stellt die Teamkleidung her. Weiters wird das Team unterstützt von Kia Beaniemanufactur, Hotel Schillingshof und Squeezy Sports Nutrition.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das Ambulante Palliativteam im Kinder- und Jugendhospiz Bethel unterstützt, dies könnt ihr hier tun:
http://www.team-plasmatreat.de/betterplace.html 

weitere Infos:
http://www.team-plasmatreat.de/ 
https://www.plasmatreat.de/ 
https://tour-transalp.de 

Partner:
http://www.dwnh-bethel.de/ 
http://www.kuota.de/ 
https://www.kalaswear.de/ 
https://www.fit-2b.de/ 
https://www.facebook.com/by-KIA-443830189147512/ 
/https://www.hotel-schillingshof.com/
https://www.squeezy.de/

Michael Schenk, 12.2.2019

Montag, 3. Dezember 2018

Erster Schnee - erster Test ...

der Cyclocross Staatsmeisterschaftsstrecke.


Donnerstag, 29. November 2018

Walter Kovarik – eine Radlegende ist 80

Allzu oft und zu rasch wird der Begriff „Legende“ verwendet – wenn man allerdings Walter Kovarik als Radlegende bezeichnet, liegt man mit Sicherheit nicht falsch.

Wer in der Radszene kennt Walter nicht, wer hat nicht schon ein kleines Pläuschchen vor oder nach einem Rennen mit dem stets gut gelaunten Walter geführt. Immer gerne habe ich die Gelegenheit genützt, mit Walter ein paar Worte zu wechseln und eine besondere Ehre war es für mich, ihn und seine Frau Hermi vor zwei Jahren in Mödling zu besuchen. Dabei konnte ich einen Blick auf eine Vielzahl seiner Trophäen, aber auch auf seine Sammlung von diversen Radsportkrimskrams werfen. Ich übergab Walter einen kleinen Zinnradfahrer aus der auch umfangreichen Sammlung meines Vaters, und es war rührend, wie sehr sich Walter darüber freute. Dabei genoss ich auch die Gastfreundschaft seiner lieben Gattin Hermi. Baff erstaunt war ich, als Walter plötzlich wie ein junger Bursche auf den Tisch kletterte um aus einem hochliegenden Regal Fotoalben runter zu holen. Darin befanden sich historische Fotodokumente aus seiner Radsportlaufbahn, zu welchen Walter die eine oder andere interessante Geschichte zu erzählen wusste. Und er führte damit unbewusst vor, wie (Rad)sport sowohl körperlich als auch geistig fit hält!

Seine Liebe zum Radsport begann 1953, als Walters Vater ihm Geld borgte, mit dem er sich sich ein Dusika Sportrad kaufte. Mit diesem Rad fuhr er gegen seine Jugendfreunde um Häuserblocks und hatte meistens die schnellste Zeit, obwohl manch andere schon ein Rennrad hatten. Gegen Ende des Jahres 1954 nahm er aus Neugierde an einer Wanderfahrt – heute Radmarathon genannt - teil. Obwohl sein Rad einen geraden Lenker, Pedale ohne Clips, breite Drahtreifen, eine Einfach 48er Scheibe vorne und hinten einen 4er Kranz hatte, konnte er sich bei dieser „Wanderfahrt“, die in Wahrheit rennmäßig gefahren wurde, behaupten und überquerte als Achter die Ziellinie am Boschberg in Wien-Favoriten, wo Walter seine erste Medaille überreicht bekam. Ein Hauptfahrer wurde durch diese beachtliche Leistung auf ihn aufmerksam und konnte Walter animieren, dem RC Rund um Wien beizutreten.

Mit einem aufgerüsteten Rad fuhr Walter ab 1955 Rennen, wo er bei den Unlizenzierten in seinem ersten Rennen den 3. Rang erreichte. Von nun an mischte Walter bei den Lizenzfahrern mit, wo er nach einem Sieg in seinem dritten Rennen bei den Anfängern bald auch in der Juniorenklasse Siege feierte. Nach zwei Jahren kam Walter durch die guten Ergebnisse bereits in die Klasse Hauptfahrer B und danach zu den Hauptfahrern A!

Radhauskriterium 1963
Von 1957 bis 1961 fuhr er für Union Margareten, danach bis 1964 für Union Favoriten, jener Verein der über 40 Jahre unter der Führung von Karl Eder auch den unvergessenen Radklassiker Wien-Eisenstadt-Wien veranstaltete, jahrelang das Eröffnungsrennen der Radsaison im Wiener Raum. In der Kategorie Hauptfahrer B und A bestritt Walter dabei vorwiegend Bahnrennen und Kriterien. Bei 225 Rennen belegte er 11x den ersten, 4 x den zweiten und 6 x den dritten Platz. Hervorzuheben aus Walters Sicht dabei der 3. Platz bei der Wiener Bahnmeisterschaft in der 4000 Meter Mannschaftsverfolgung, der 6. Platz in der Wiener 10 Km Meisterschaft und der Sieg beim Jubiläumsrennen von ARBÖ Landstraße, nach einer eben erst überstandenen Operation.

1964 fuhr Walter einige Rennen in Schweden, wo er auch Top Ten Plätze erreichte und plante dann über den Winter in Schweden zu arbeiten. Mit dem ersparten Geld wollte er dann die nächste Saison in Belgien längere Zeit Rennen zu fahren. Leider machte ihm nach einigen Rennen in Holland und der Tschechoslowakei sein lädiertes Knie einen Strich durch diese Rechnung und er nahm einen guten Job als Werkmeister an. Er versuchte noch zwei Jahre ein Comeback, aber schon im Training traten wieder die Knieprobleme auf. So verbrachte Walter insgesamt 11 ½ Jahre in Schweden.

Ab 1991 setzte Walter dann seine Karriere für den ARBÖ Mödling in den Kategorien Hobby, Senioren und Masters fort. Dabei beendete er von 723 Rennen 720 (!) und belegte 67 x den ersten, 102 x den zweiten und 87 x den dritten Rang. Darunter mehrere Medaillen bei Österreichischen und Niederösterreichischen Meisterschaften. Und die drei nicht beendeten Rennen kann man gut und gerne in die Kategorie „Höhere Gewalt“ einordnen: 2006 beim Van Impe Classic und 2011 beim Zeitfahren in Zillingdorf jeweils ein Unfall mit einem Auto, sowie 2011 beim Cross in Klosterneuburg ein Bruch der Sattelstütze.

2002 Nove Colli
Dass Walter ähnlich eines VW-Käfers fährt und fährt beweisen auch seine Starts bei 150 Radmarathons von denen er 148 beendete und 11 x als Erster, 12 x als Zweiter und 8 x als Dritter auf dem Siegespodest stand.

Besondere Erlebnisse waren dabei 1993 das Amstel Gold Race auf den Spuren des Profiklassikers in den Niederlanden, sowie der legendäre Nove Coli Radmarathon in Italien. Beim Amstel Gold Race in der Region Limburg waren auf den engen Straßen und Wegen rund 90 der 242 Kilometer, mit 18 giftigen Anstiegen, bei Regen zu absolvieren. Auf Grund der schlechten Streckenmarkierung kam Walter von der Route ab, bis er schließlich an der belgischen Grenze landete, was ihm einige Zusatzkilometer bescherte.Ein ebenso unvergessliches Erlebnis war die Teilnahme am Nove Coli 2001 in Cesenatico über 205 Kilometer und – wie er damals meinte - 3220 Höhenmeter, über die berüchtigten „Neun Hügel“. Trotz Schalt- und Bremsproblemen auf Grund einer Fingerschiene beendete Walter den Marathon nach 10 Std. und 52 Minuten als 154er in seiner Kategorie und war besonders angetan vom Flair dieser Veranstaltung und wie der Radsport in Italien, mitunter auch mit Pasta und Wein an den Labestellen, gelebt wird. Erst 2007 wurde Walter klar, warum er diesen Marathon als so schwierig empfand: denn da wurden nun 3840 Höhenmeter angegeben, zuvor hatte man „nur“ die Höhenmeter der Nove Coli, nicht aber die dazwischen gerechnet …

2018 TriRunners Baden
Walter: ".... so wie die Lage derzeit ist, mein letztes Rennen"
Und obwohl sich Walter auch rührend um seine Gattin Hermi kümmert und wenig Zeit zum Training hat, bestritt Walter auch 2018 in seinem 80. Lebensjahr noch 27 Rennen und Marathons.

Damit stehen stolze 38 Jahre Leistungssport mit Lizenz zu Buche – man wird sehen, ob Walter seine Absicht wahr macht und tatsächlich seine Karriere damit beendet … Walter Kovarik, ein wahres Vorbild sowohl als Sportler als auch als Mensch!

Alles Gute zum 80er Walter und weiterhin viel Freude am Radsport!

Michael Schenk, 29.11.2018


Fotos und Statistik
Fotos


Meine erste Begegnung mit Walter Kovarik, dem Finisher Weltmeister: 723 Rennen – nur 3 DNF

25.September 2011    29 Km Einzelzeitfahren Zillingdorf, ein Klassiker, den es leider nicht mehr gibt. Ins Ziel kommt ein kleiner ziemlich verärgerter älterer Herr und erzählt, dass er von einem Autofahrer angefahren wurde und das Rennen deswegen nicht beenden konnte. Die Schäden am Rad und am Fahrer waren nicht sehr groß, das hat er bewundernswert einfach weggesteckt - der Ärger über das DNF hingegen war groß. Heute, mit dem Wissen über die Statistik von Walter verstehe ich das besser, denn es war eines von nur 3 DNF bei 723 Rennen nach seinem Comeback 1990 beim RC Mödling. Eine unglaubliche Finisherquote, die vermutlich niemand sonst auch nur annähernd erreicht. Das sagt vieles über den Kämpfer Walter. Dazu passend sein Bericht zum Zeitfahrcup Rennen Heiligenkreuz – Hochrotherd am 10.8.2018

„Gestern hatten wir es richtig schön, es schüttete wie mit Schaffeln. Kaum in Schwung gekommen hatte ich nach Buchelbach einen Hinterrad Defekt. Hatte einen Ersatzschlauch mit aber mit der Patronenpumpe gab es Schwierigkeiten. Musste den Schlauch ohne Luft hinein fummeln, dann Reifen hinauf und mit der zweiten Patrone konnte ich dann ziemlich gut aufpumpen. Da war viel Glück dabei denn der Schlauch hätte sich ja einklemmen können. Das alles bei der Nässe und ohne Gefühl. Inzwischen war ich letzter und die Rettung blieb stehen und fragte ob ich noch weiterfahren kann. Nachdem ich eh schon pudelnass war fuhr ich das Rennen fertig. Glaube 20 Mann waren dabei aber nur ca. 12 sind dann auch gefahren“ 

Johann Wernhart, 29.11.2018

Montag, 26. November 2018

Österreichische Staatsmeisterschaften im Cyclocross 2019 in Wien

Der Radclub ARBÖ Wienenergie Röhsler&CO veranstaltet im Jänner 2019 die österreichischen Staatsmeisterschaften im Cyclocross.

Auf dem Gelände des Kraftwerks Donaustadt wurde bereits 2017 das Kraftwerkscross ausgetragen, auf einem Kurs mit technisch anspruchsvollen, aber auch sehr schnellen und ruppigen Passagen.

Die Zuschauer können von einem Punkt meist mehr als die Hälfe des Kurses einsehen.

Ein Verpfegungssstand im Start- und Zielgelände sorgt für das leibliche Wohl von Fahrern und Publikum.

Walter Ameshofer - „the voice“ des Österreichischen Radsports - führt durch das Programm und wird in seiner unnachahmlichen Art und Sachkenntnis kommenteren.
 
ARBÖ Wienenergie Röhsler&CO 

Folder: Alle Details zu den Rennen am 12. und 13.Jänner 2019

Richard Rettegi, sportlicher Leiter des ARBÖ Wienenergie Röhsler&CO, 26.11.2019