Kurzmeldung

17.Juni 2019
Der Velocita Blog ist jetzt 8 Jahre alt und hat etwas Speck angesetzt, den man nicht so leicht „wegoperieren“ kann. Es gibt viele Links auf Elemente des Blogs, diese sollen weiter funktionieren. Daher starten wir mit Beginn 2019


die alten Blogs sind dort über das „Archiv“ zu erreichen. Beiträge von Jänner bis Juni 2019 sind doppelt vorhanden (alter und neuer Blog).



15.Juni „Der Alpenrap“ naht    in einer Woche startet die Tour Transalp 2019
6.Juni Bregenz - Wien    Gerhards Österreich Rundfahrt
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Freitag, 31. Mai 2019

Michael Schenk: „Ich hatte die Hosen voll, aber bei mir lief es ganz flüssig“

Es ist wieder mal Zeit von der Vorbereitung auf die Tour Transalp 2019 aus der Sicht des Teamdinos zu berichten. Manchmal werde ich teamintern auch der Titan genannt, ich weiß nicht, Dino passt besser, bin ja der Älteste im Team. Nun erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Da dümpelt ein Projekt jahrelang in diversen Schubladen und Dateiordnern und … und ja genau jetzt in der Endphase der Vorbereitung auf die Tour wird es hervorgekramt... Also werden zwei Mitarbeiterinnen aus unserem Büro für dieses Projekt abgezogen, macht aus vier nun zwei - nach Adam Riese also die Hälfte, aber die ganze Arbeit bleibt. Folge: neue Tätigkeiten, weniger Zeit, mehr Stau am Heimweg = ziemlich sch … ade.

Aber nun zum Positiven: Mit großer Spannung ging es Anfang Mai zum dreitägigen Teamtraining in das Hotel Schillingshof https://www.hotel-schillingshof.com/hotel/ nach Bad Kohlgrub bei Garmisch. Jede Menge Spaß hatten wir schon auf der Hinfahrt im - na ja nicht mehr ganz taufrischen - T5-Bulli. Einige Warnleuchten standen auf Alarm, wie es Heiko formulierte, aber dank unseres umsichtigen Piloten PeterSpieth kamen wir an! Mit von der Partie auch MichaelJupe, "Jupy" war im Vorjahrsteam dabe und hält dem Team Plasmatreat weiterhin die Treue. Der Westerwälder ist eine wahre Stimmungskanone und zeigte uns abends geduldig bis spät in die Nacht mechanische Tricks und Kniffe für unsere Kuota Teambikes. Teammanager DavidBuske aber kannte keine Gnade. Schnell teilte er ein paar Squeezy Trinkflaschen und neue Helmmützen aus und gleich sollten wir loslegen. Danke an by KIA, @Beanimanufaktur, für die Mützen, welche wir auf Grund der Witterung die nächsten Tage noch bestens gebrauchen konnten. Aber David kannte auch keine Gnade gegen sich selbst und schwang sich ebenfalls aufs Rad um uns zu begleiten. Es war aber schon nach 16.30 Uhr, also empfand ich die geplante 130 Kilometer-Runde - nun sagen wir vorsichtig – sehr ambitioniert Wir waren dann froh, dass uns "Angie the Angel" AngelaBuske in Oberau abholte, 105 Kilometer standen bei Einbruch der Dunkelheit auf den Tachos. Großartig dann das Team des Hotels Schillingshof, dass extra noch für uns das Büfett offen hielt!

Am nächsten Tag fand dann gleich frühmorgens Yoga angeleitet von Angie am Programm – und das war alles andere als einfach für mich und ich kam mächtig ins schwitzen! Angie kann also nicht "nur" Physiotherapie, Osteopathie, Leistungsdiagnostik und Bikefitting! https://www.fit-2b.de/ Da die Witterung in Tirol besser aussah, fuhren wir mit den Autos zum Brenner, wo wir im Anstieg dann losfuhren, weiter runter nach Sterzing, den 15 Kilometer Anstieg den Jaufenpass hoch und retour. Auf der Passhöhe leichtes Schneegrieseln, also schnell ein paar Fotos gemacht und weiter gings. Der Brenner zurück bei Gegenwind war dann auch keine leichte Aufgabe und so gingen diese 108 Kilometer und 2100 Höhenmeter ganz ordentlich in die Beine.

Samstag dann wieder in die Autos und von Ötztal als Startpunkt das Kühtai hoch. Anfangs hatte ich nach dem ersten schwierigen Tag die Hosen voll, aber bei mir lief es ganz flüssig, wie Paul Breitner es einmal in einem Interview zum WM Halbfinale in Sevilla 1982 einmal formulierte Auch der Squeezy Energiy Drink lief gut die Kehle runter und so konnte ich zügig im GA 2 Bereich das Kühtai erklimmen, wo oben auf 2000 Meter noch einiges an Schnee zu sehen war. Da es nur zwei Grad hatte entschlossen wir uns rasch wieder zurück zu den Autos zu fahren. Abends gab es dann noch ein feines Teamabendessen in Garmisch und eine kleine – fast trockene – Geburtstagsfeier in einem Irish Pub. Bei der Rückfahrt nach Bad Kohlgrub dann bereits Schneematsch. Erwachen dann am Sonntagmorgen mit einem Blick aus dem Fenster und: alles weiß! Gute 15 Zentimeter Neuschnee Anfang Mai! Also entschlossen wir uns das Abschlussprogramm mit Besichtigung der Sprungschanze sausen zu lassen und gleich die Heimfahrt anzutreten.

Am nächsten Wochenende dann eine schöne Runde mit NilsPetermann und JannikTautz durchs Exter- und Kalletal gemacht. Eine Woche danach stand dann Paarshippen mit Transalp-Partner HeikoSchröder am Programm. Ziel in erster Linie einen gemeinsamen Rhythmus zu finden. Im Hinblick auf die meist auf italienischen Boden stattfindende Tour Transalp einigten wir uns auf die italienischen Kommandos „Forza“ und „Piano“ Und da passt kein Blatt Papier zwischen Heiko und mir und es funktionierte hervorragend. Wieder stellte sich heraus, dass man auch im Lipperland gut Höhenmeter sammeln kann, denn auf 80 Kilometern kamen wir auf 1500 Höhenmeter!

Am 22. Mai ging es dann zum Trainingsurlaub mit meiner Gattin nach Todtnau im Schwarzwald. Das Wetter war viel besser als auf diversen Wetterapps vorhergesagt und so absolvierte ich in vier Tagen 290 Kilometer und 7300 Höhenmeter. Über Schauinsland, Belchen und Feldberg waren schon einige knackige und lange Anstiege dabei. Ein besonderes Schmankerl war die auf Strava Shortcut Climb genannte Steigung zum Wiedener Eck – zwar nur 600 Meter lang, aber mit einer Steigung von 19 Prozent im Schnitt und bis zu 23 Prozent! Noch dazu war der schmale Weg mittig noch mit einigem Streugut garniert und so war ich froh ohne abzusteigen hochzukommen. Die Bestzeit hält dort übrigens Tour de France Etappensieger Simon Geschke! Wie viel schneller der dort hochfuhr behalte ich lieber für mich Aber zwischen sattgrünen Wiesen und glasklaren Bächlein leuchteten immer die Schmetterling auf meinem Teamtrikot von Kalas Sportswear. Echte Schmetterlinge sind ja leider mittlerweile schon rar geworden

Am Samstag steht dann ein Drehtag mit dem WDR-Bielefeld am Programm, welcher dann nächste Woche in Lokalzeit OWL gesendet wird – ich freue mich schon riesig drauf!
Bleibt am Ball oder besser gesagt am Rad und spendet weiter für die Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung (SAPV) für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Bielefeld – vielen Dank! https://www.betterplace.org/de/projects/67848/donations/new…

Michael Schenk, 31.5.2019 

Dienstag, 28. Mai 2019

Österreichische Meisterschaften im Zeitfahren 2019

Am 19.5. starteten Marianne und Peter Kmetyko beim EZF der Masterklassen über 29km und 200hm von Ossiach nach Feldkirchen.

Marianne Kmetyko-Huber erzielte bei den Frauen insgesamt die drittschnellste Zeit und stand somit auf dem Podest.

Peter Kmetyko fuhr brav mit und musste erkennen, dass die schwere Verletzung vom Vorjahr noch lange nicht überwunden ist. Es fehlte an Kraftausdauer und Maximalkraft, was schlussendlich den 11. Platz unter 13 Teilnehmern ergab.

Mariannes Bericht:
Zusätzliche Aufregung 15 min vor dem Start: Betreuer eines Juniorenteams erklärten mir bei der Vorkontrolle, dass sie mein Rad so nicht akzeptieren würden, da der Sattel 1cm zu weit vorne sei. Also schnell rüber zu den Mechanikern, welche mir den Sattel einstellten. Wieder zurück am Start: die Nervosität war hoch da ich als Erste des gesamten Feldes starten musste. Die ersten 20 km waren unglaublich zäh, ich konnte keinen richtigen Druck auf die Pedale bringen, der Puls war viel zu hoch und ich hatte das Gefühl ins Leere zu fahren. Erst auf dem letzten Drittel der Strecke kam die Power und ich hatte Spaß an der Sache. Mit meiner Leistung über die gesamte Distanz alles andere als zufrieden, wurde ich dennoch 3. Frau im Gesamtklassement. Doch die Siegerehrung hätten wir uns sparen können: Die Master Frauen mussten bis zum Schluss warten, selbst die Siegerehrungen der an die ÖMS angehängten Landesmeisterschaften für ÖO und Kärnten. wurden vorher abgewickelt. Zusätzlich waren die Verantwortlichen absolut inkonsequent in der Auslegung der ÖRV Regeln in Bezug auf die Zusammenlegung von Altersklassen.

Peter Kmetyko, 28.5.2019

Dienstag, 2. April 2019

Michael Schenk: Sonne statt Reagan

Training Mallorca 16.-23.03.2019

Sonne statt Reagan, so hieß ein Song von Joseph Beuys in den 80er Jahren, welcher sich gegen die Aufrüstungspolitik des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan richtete. Nun weilt dieser schon seit 2004 nicht mehr unter den Lebenden, aber auch die Hoffnung der Sonne auf Mallorca zu begegnen währte leider nicht lange. Die Woche davor posteten diverse Radlerkollegen wunderbare Fotos in „kurz – kurz“, also mit kurzer Raddress und -hose auf den diversen Foren und nährten bei mir die Hoffnung, es ihnen gleichtun zu können. Doch schon die Wettervorhersage war nicht prickelnd. Nichtsdestotrotz reisten Peter und ich am Samstag 16. März auf die Baleareninsel, wo wir im Hotel Pabisa Blue in Pollenca auf die bereits freitags angereisten Frank und Eugen trafen.



Sonntag traten wir vier dann bei tatsächlich strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen unsere erste Trainingsfahrt zum Cap Formentor an. Kurz ein paar Fotos gemacht, dann ging es weiter zum Kloster Lluc. Nach einem kurzen Halt an der legendären Tankstelle ging es dann zurück in die Unterkunft, wo uns nach 112 Kilometern und 1770 Höhenmetern ein wirklich hervorragendes Abendbuffet erwartete. Leider sollte dies der einzig strahlend schöne Tag werden – bis auf den Abreisetag … . Auch das Anwenderproblem der Kopplung meines neuen Handys mit dem Wahoo-Fahrradcomputer war dank Markus vom Wahoo Fitness Support am nächsten Morgen gelöst.

Am nächsten Tag standen laut Angies Trainingsplan 3 x 12 Minuten Kraftintervalle am Programm. Diese wollte ich auf Anraten meiner Kollegen zur Eremita de Bonany absolvieren. Den Radlertreff in Petra ließen Peter und ich aus. Leider stellte sich heraus, dass das „Hügerl“ für die Intervalle nicht lang genug war und auch zu unrhythmisch für ein Krafttraining.

Dienstag warteten wir zunächst auf die prognostizierte Wetterbesserung, welche dann nachmittags tatsächlich eintraf. Ungewohnt „radfahrerlos“ befuhren wir den wunderschönen Orient von Bunyola aus. Es lief prächtig für mich und ich konnte GA2 recht locker hochkurbeln. Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und des drohenden Einbruchs der Dämmerung verweigerte ich dann jedoch die Auffahrt nach Lluc und konnte auch die anderen zum „Weg nach Hause“ überreden.

Mittwoch stand dann ein Ruhetag am Programm, den ich am liebsten mit einem lockeren Spazieren fahren genießen wollte. Ich kurbelte also ganz gemächlich herum, streifte kurz durch die Altstadt Alcudias und wollte dann noch auf einen Kaffee nach Port Pollenca. Doch plötzlich verdunkelte sich der Horizont, ein heftiger, böiger Sturm kam auf. Ich war ehrlich froh, die letzten Kilometer ins Hotel unfallfrei überstanden zu haben.

Für den nächsten Tag hatte ich mich mit Plasmatreat-Teamkollegen Nils, welcher zeitgleich in Arenal weilte, verabredet. Bei der Auffahrt zur Tankstelle traf ich dann Nils und seine Frau Lisa. Gemeinsam fuhren wir nach Sa Calobra und natürlich auch wieder hoch. Recht entspannt nützten wir die Gelegenheit für ein paar schöne Fotos. Beim Tunnel Puig verabschiedete ich mich von den beiden und rollte ins Hotel zurück, wo schließlich 136 Kilometer und 2850 Höhenmeter zu Buche standen.

Für Freitag stand eine GA 1 Fahrt auf dem Trainingsplan und Peter hatte eine Tournach Arta und zur Ermita de Betlem ausgesucht. Diese kannte ich bislang noch nicht und stellte sich schließlich als wahrlich eindrucksvolles Kleinod heraus. Wunderschön auf einer neu asphaltierten, schmalen, von Palmen gesäumten, Straße ging es zur Ermita. Bei der Heimfahrt traten dann plötzlich Schmerzen in meiner linken Achillessehne auf, die mich auch nach der Rückkehr in die Heimat noch plagen sollten… .

Den Abreisetag begannen Peter und ich noch frühmorgens mit einer einstündigen Ausfahrt.

Résumé dieser Woche:
Es gab weder viel Sonne, noch trafen wir Reagan :-) aber ich konnte trotzdem das geplantes Programm von Fit-2b Therapie-Test-Training absolvieren und auch die landschaftlichen Schönheiten der Insel genießen. Sehr bewährt hat sich in dieser Woche neben der Squeezy Sports Nutrition Verpflegung auch die coole Kopfbedeckung von by KIA, der Beaniemanufaktur, welche mich toll durch die wechselnden Witterungsbedingungen begleitete. Leider erwischte mich nach der Rückkehr eine Erkältung, die mich neben den Achillessehnenbeschwerden zu einer einwöchigen Trainingspause zwang. Entsprechend im Training zurück geworfen, gilt es nun bald wieder den Rhythmus zu finden. Mit großer Freude nahm ich dafür aber nach meiner Rückkehr die Teamausrüstung von Kalas-Sportswear in Empfang.

Bitte helft weiter unser Spendenziel für die Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Bethel zu erreichen: http://www.team-plasmatreat.de/betterplace.html

Michael Schenk, 2.4.2019

Dienstag, 5. März 2019

Team Plasmatreat – „Der Weg nach Hause“ – erstes Teamtreffen

Team Plasmatreat – „Der Weg nach Hause“ – erstes Teamtreffen 2., 3. März 2019 Jetzt war es soweit, Samstagmorgen, heute stand das erste Teamtreffen mit Präsentation der Sponsoren und Begleitung durch die Presse an. Wow, ich war ähnlich nervös wie bei meinem ersten Arbeitstag in Bielefeld voriges Jahr. Da helfen auch 47 (siebenundvierzig) Jahre Rennraderfahrung nichts: Ich wusste, das wird ein ganz besonderer Tag! Vielleicht schon in Erwartung der Ereignisse hatte ich freitags meine Powerbank im Büro angesteckt lassen, das wollte ich übers Wochenende nicht so belassen. Also wollte ich da vorher auch noch vorbei. Ich wollte schon bei der Tür raus, da sehe ich einen Faden an meinem Schuh weghängen, also schnell das kleine scharfe Messer zur Hand und zack weg ist der Faden – und nochmal zack ist das Messer in meinem Daumen gelandet! Nun schon mit etwas Zeitverzug also ins Auto und was ist: ich biege raus – Sekunden zu spät: ein Audi 80, Hutträger, altes DT (Detmold) Kennzeichen – in der 30er Zone mit 20 … Endlich biegt der ab, auf einmal schwupp ein Trecker mit Anhänger vor mir – Höchstrafe! Gut nur, dass dies kein Omen für diesen Tag werden sollte.

Rechtzeitig komme ich bei der Firmenzentrale von Plasmatreat in Steinhagen an. Teammanager David Buske präsentiert die Sponsoren, auch Pressevertreter der „Neuen Westfälischen“ sind vor Ort. Spannend die Entwicklung des 1995 gegründeten und nunmehr weltweit tätigen Familienunternehmens Plasmatreat zu hören – eine Erfolgsgeschichte! Mit im „Sponsorenboot“ renommierte Firmen: der italienische Fahrradhersteller Kuota ebenso wie Topbekleidung von der Firma Kalas. Ein Trainingslager in der Region Garmisch-Partenkirchen wird durch das 4-Sterne Hotel Schillingshof ermöglicht. Eine wahrlich professionelle Vorbereitung wird uns durch Angela „Angie“ Buske von Fit-2b ermöglicht. Die kleine aber feine Beaniemanufactur by KIA sorgt für trendige Kopfbedeckungen und Squeezy Sports Nutrition für leistungsorientierte Ernährung. Last but not least schließlich die Vorstellung des SAPV-Teams Bethel „Der Weg nach Hause“ durch Casemanagerin Frau Skrzyppek und der Leiterin Frau Gresing. SAPV ist die Abkürzung für Spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Eindrücklich wird uns der Tätigkeitsbereich vorgestellt. Rund 40 Familien im ostwestfälischen Raum werden durch das Team im häuslichen Umfeld betreut, um den Kindern möglichst viel Zeit in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen und die gesamte Familie in solch belastender Situation zu unterstützen. Die Hauptgruppen sind Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen des Nervensystems, des Stoffwechsels und der Muskulatur. Und dafür wollen wir durch unsere Pedaltritte Spenden sammeln, welche hier einfach getätigt werden können: http://www.team-plasmatreat.de/betterplace.html 


Danach ging es zur Übergabe der Teampakete und da standen sie schon: Die leuchtend-grünen Kuota-Teamräder mit Scheibenbremsen – ein Novum für mich am Straßenrennrad. Ebenso wie die Tubeless-Reifen, da bin ich schon noch ein wenig skeptisch … Erinnert mich ein wenig an mein erstes Teamrad 1990 – ein neongelbes-neonpinkes Chesini-Rad beim Wiener Denzel-Team. Damals wie heute bin ich ähnlich stolz drauf!

Die Firma Kalas Sportswear hatte beinahe Unmögliches möglich gemacht und alle 35 von betroffenen Kindern gemalte Schmetterlinge auf Trikots und Hosen untergebracht! Der Schmetterling ist nach Heinrich Heine ein Sinnbild für die Unsterblichkeit der Seele. Einige Familien waren mit ihren Kindern anwesend, welche interessiert das Geschehen beobachteten. Ebenso wie Firmengründer und CEO Christian Buske, der es sich nicht nehmen ließ, beim Auftakt des Teams Plasmatreat 2019 dabei zu sein. Angie ließ noch Nils, Jannik und unsere Tiroler „Mädeln“ Anna und Carina die Leistungsdiagnostik am Ergometerrad abspulen und machte danach noch das Bikefitting mit uns. Als Physiotherapeutin setzt sie die Radsportler nicht nur unter ergonomischen sondern auch unter therapeutischen Gesichtspunkten optimiert auf das Rad. Unglaublich wie akkurat und mit welcher Engelsgeduld Angie da zu Werke ging! Ein langer Tag klang dann gemütlich bei ostwestfälischer Küche im Pappelkrug in Künsebeck aus, wo dann die Teampaarungen mitgeteilt wurden: „Küken“ Jannick bildet mit Nils das eine Paar, die „Alten Hasen“ Heiko und ich das andere. Gesetzt waren ja schon das Plasmatreat Firmenteam Peter und Lukas, sowie unser Tiroler Frauenpowerteam Anna und Carina.


Sonntag war dann die erste gemeinsame Ausfahrt geplant. Zuvor gabs ein liebevoll zubereitetes Frühstück bei Angie und Lukas. Dabei konnte man auch die Ernährungsphilosophie der beiden erkennen: möglichst regional und biologisch. Danach bereit machen für die erste Ausfahrt angesagt, ich wechsle noch schnell den Sattel, der Originale scheint nach Angies Analyse und auch nach meinem Empfinden so gar nicht zu passen, eigentlich auch ein Novum, bisher hatte ich noch nie Probleme mit Sätteln. Ich habe ein etwas mulmiges Gefühl, die Vorzeichen für die Ausfahrt sind nicht gerade umwerfend: Regen, Wind und unbekannte Fahrer auf neuen Fahrrädern! Aber: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt! Die Gruppe rollt angeführt von Angie und Lukas durchaus harmonisch, aufmerksam, kontrolliert – da macht das Fahren auch unter solchen Bedingungen richtig Spaß! So kommen wir nach zwei Stunden und 52 Kilometern wohlbehalten und entspannt zurück.


Und nach einer heißen Dusche zauberte Angie auch noch Kaierschmarren auf den Tisch – und ich denke: träume ich diese ganze Story gerade oder lebe ich einen Traum?

alle Fotos:  Team Plasmatreat

Michael Schenk, 5.3.2019

Mittwoch, 20. Februar 2019

Michael Schenk: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Ein Wochenende zwischen Lippischer Palme, Kohlwürsten, Mettendchen und Laktat – 1. Termin mit Teamplasmatreat – Leistungsdiagnostik bei Fit-2b Freitagabend stand eine lang geplante Einladung bei unserer lieben Freundin Mona am Programm. Mit etwas Bauchweh trat ich die Fahrt an, wusste ich doch: Mona meint es gerne gut. Und es kam wie es kommen musste – Mona meinte es gut. Eine Riesenschüssel Grünkohl – auch genannt Lippische Palme – Kohlwürste und Mettendchen (eine Westfälische Mettwurst) wurden aufgetischt. Und weil es Mona gut meinte, animierte sie mich immer wieder an, noch zuzugreifen. Irgendwie erinnerte sie mich dabei an Didi Senft – nicht von Aussehen, sondern in der Art wie sie mich anfeuerte! Danach gab es Heiße Liebe, nicht mit Mona, sondern mit Vanilleeis und heißen Himbeeren, na ja zumindest ohne Schlagobers, oder wie die Deutschen sagen Schlagsahne. Aber wie meinte schon der österreichische Schriftsteller und Satiriker Karl Kraus seinerzeit „Das Einzige, was die Österreicher und Deutschen trennt, ist die deutsche Sprache.“

Foto A. Buske
Samstag vor dem Aufstehen den Ruhepuls gemessen – 45 – alles im grünen Bereich. Die Ernüchterung dann auf der Waage, 0,7 Kg mehr als am Vortag! Tja das Gegenteil von gut ist eben gut gemeint... Und heute stand die Leistungsdiagnostik bei Angela Buskes Fit-2b https://www.fit-2b.de/ auf der Tagesordung, der erste Termin beim Team Plasmatreat. Angela ist gebürtige Waldviertlerin, also kein Problem so zu sprechen, wie mir der Schnabel gewachsen ist . Gleich positiv fällt mir, neben der schönen Praxis, auf, dass der Ergometer für den Test Rennradgeometrie hat. Anders als bei meinen bisherigen Tests im AKH, wo ich mich wie auf einem Esel fühlte und ich mit normalen Sportschuhen antrat. Während ich mich umziehe hat Angela auch schon meine Pedale montiert und rasch ist eine richtig gute Position eingestellt. Also kanns losgehen mit dem Test, beginnend bei 80 Watt in 20er Stufen jeweils drei Minuten. Ich fühle mich gut, der Puls steigt langsam und stetig mit jeder Stufe an. Schließlich schaffe ich noch zwei Minuten bei 320 Watt. Angela zeigte sich angesichts meiner Performance recht zufrieden.

Da kommt auch schon der nächste „Proband“, Peter vom Plasmatreat-Firmenteam, und tritt in die Pedalen, während ich mit Angelas Mann Lukas plaudere. Angela und Lukas hatten sich über das Alpecin-Jedermannteam kennengelernt und so verschlug es Angela wie mich von Österreich nach Ostwestfalen!

Abschließend erläuterte uns Angela noch die Testergebnisse, die im Wesentlichen meine Trainingsphilosophie fürs Wintertraining bestätigten: Grundlage, Grundlage, Grundlage. Wie sagte auch schon Robert Csenar, die österreichische Radsportlegende aus den 60er und 70ern, seinerzeit zu mir als junger Rennfahrer: „Die Rennen im Sommer werden im Winter gewonnen!“ Robert war auch bis ins hohe Alter noch Stammfahrer bei der „Boschbergpartie“, der Trainingsgruppe im Süden Wiens. Nicht einmal fuhren wir, auch bei etlichen Minusgraden, Seite an Seite und Robert berichtete Spannendes aus seinem Rennfahrerleben. Schließlich war er unter anderem mehrfacher Staatsmeister und Etappensieger bei der Österreich-Rundfahrt gewesen.

Angela wird nun auf Grund der Testergebnisse die Trainingsplanung vornehmen, welche über die Plattform web4trainer kommuniziert wird.

Nach dieser ersten äußerst positiven Erfahrung mit dem Plasmatreat-Team freue ich mich schon auf das erste Teamtreffen am 2. und 3. März mit Sponsoren und Presse in der Firmenzentrale in Steinhagen, wo ich die restlichen Teammitglieder kennen lernen werde. Und da warten dann auch noch unsere Bekleidung und die Kuota-Fahrräder auf uns – es bleibt spannend – ich werde laufend berichten und nicht vergessen: den einen oder anderen übrigen Euro für die Kinderpalliativabteilung Bethel zu spenden http://www.team-plasmatreat.de/betterplace.html – jeder Euro hilft! Der Weg nach Hause! Ich danke euch schon jetzt!

Michael Schenk, 20.2.2019